Nach Erdstößen

Strengere Sicherheitsauflagen für Geothermie-Kraftwerk

Nach zwei Erdbeben im pfälzischen Landau innerhalb kurzer Zeit hat die Landesregierung die Sicherheitsauflagen für das ortsansässige Geothermiewerk verschärft. Das Werk darf nun nicht, wie vorgesehen, ab Oktober in den Regelbetrieb gehen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Stattdessen werde der Probebetrieb um ein halbes Jahr verlängert.

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Landau/Mainz (ddp-rps/red) - Dazu wurde der Betreiber des Erdwärmekraftwerks, die Firma geo x, dazu verpflichtet, neben der Haftpflichtversicherung auch eine Bergschadenversicherung abzuschließen, erläuterte der Sprecher. Bei den weiter stattfindenden Bohrungen müsse die Firma auch detailliertere Messungen vornehmen. Eine vom Umweltministerium eingesetzte Expertenkommission klärt derweil weitere Schritte.

Die Firma geo x, die je zur Hälfte der Pfalzwerke AG und der Energie Südwest AG gehört, teilte mit, dass sie die Sorgen der Anwohner sehr ernst nehme und die Arbeit der Expertenkommission begrüße. "Sofern Schäden auf den Betrieb der geothermischen Anlage zurückzuführen sind, werden diese von geo x im Rahmen der bestehenden Versicherung vorrangig bearbeitet", heißt es in einer Erklärung von geo x.

Erdstöße durch Geothermie-Kraftwerk

Am 15. August und am 14. September hatte es in der Region Landau leichte Erdbeben der Stärke 2,9 und 2,5 gegen. Dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium zufolge gibt es Hinweise darauf, dass die Erdstöße mit dem 2007 in Betrieb gegangenen Geothermiewerk zu tun haben könnten. Sowohl der Kraftwerksbetreiber als auch die Ministerien erklärten jedoch, dass Geothermie grundsätzlich ein wichtiger Beitrag zur Energiegewinnung sei.