Anteile der Stadtwerke Leipzig

Streit zwischen VNG und EWE hält weiter an

Der Streit zwischen dem Leipziger Ferngasunternehmen Verbundnetz Gas (VNG) und Anteilseigner EWE hält an. Der VNG-Vorstandschef habe sein Vorstandsmandat bei EWE niedergelegt. Grund des Konfliktes ist, dass sich sowohl EWE als auch VNG für die Übernahme der Anteile der Stadtwerke Leipzig interessieren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Leipzig (ddp-lsc/sm) - Einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe) zufolge hat VNG-Vorstandschef Klaus-Ewald Holst sein Vorstandsmandat beim Oldenburger Strom- und Gasversorger, der derzeit 47,9 Prozent an VNG hält, niedergelegt. Dem Bericht zufolge will EWE zudem die missglückte Wiederwahl seines Vorstandsvorsitzenden Werner Brinker als Aufsichtsratschef von VNG nicht einfach so hinnehmen. Sie solle deshalb im kurzfristig einzuberufenden Konsortialausschuss zur Sprache gebracht und nach Möglichkeit rückgängig gemacht werden, hieß es weiter.

Als Auslöser des Konflikts gilt die Verheimlichung der Teilnahme von EWE am Bieterverfahren für die zum Verkauf stehenden Anteile in Höhe von 49,9 Prozent an den Stadtwerken Leipzig, für die sich auch VNG interessiert. EWE-Chef Brinker soll VNG-Chef Holst trotz seines Mandats im Vorstand der Oldenburger nicht über das eigene Kaufinteresse informiert haben.

Unter den 22 Interessenten für die Stadtwerksanteile befindet sich nach Angaben der "Wirtschaftswoche" auch das Bieterkonsortium Energie Holding Sachsen, hinter dem der russischen Milliardär Viktor Wekselberg steckt.