Konsequenz

Streit um Thermoselect: Geschäftsführer geht

Die mangelnde Wirtschaftlichkeit der Hochtemperatur-Recyclinganlage Thermoselect hat EnBW-Chef Utz Claasen kürzlich mit deutlichen Worten kritisiert und Konsequenzen angekündigt. Daraufhin gab es Ärger aus der Schweiz und jetzt hat Dr. Bernd Hüvel, Geschäftsführer der Thermoselect Südwest GmbH, um die Auflösung seines Dienstverhältnisses gebeten.

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Dr. Bernd Hüvel, Geschäftsführer des Hochtemperatur-Recyclingunternehmens Thermoselect Südwest GmbH, hat die Geschäftsführung des Entsorgungsunternehmens niedergelegt und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG als Gesellschafterin um Auflösung seines Dienstverhältnisses gebeten. Zuvor war es zwischen EnBW und dem Schweizer Unternehmen Thermoselect S.A. zu einem Eklat wegen einiger Äußerungen von EnBW-Chef Utz Claasen gekommen.

Bereits im Jahr 1997, in der Bauphase der Anlage, kam Dr. Hüvel zu Thermoselect Südwest mit der Aufgabe, als zukünftiger Betriebsleiter eine Aufbau- und Ablauforganisation für einen funktionierenden Betrieb zu erstellen. Nach der Bauphase trug er zur Erfüllung aller genehmigungsrechtlichen Anforderungen, u. a. Sicherheitstechnik und Emissionen, bei. Ab November 2001 hat Dr. Hüvel die Geschäftsführung von Thermoselect Südwest zusätzlich zur Betriebsleitung der Anlage wahrgenommen. Die behördliche Dauerbetriebsgenehmigung wurde im Januar 2002 nach Erfüllung weiterer sicherheitstechnischer und emissionsrechtlicher Anforderungen erteilt.

EnBW plant nun weitere Optimierungsmaßnahmen an der Anlage, um sie wirtschaftlich zu machen.