Streit um die Bewag: Schiedsgericht trifft sich morgen erstmals

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Mit dem Eigentümerstreit um den Berliner Stromversorger Bewag wird sich morgen erstmals ein Schiedsgericht befassen. Als Vorsitzender wird Volker Röhricht, Richter am Bundesgerichtshof, fungieren. Die Kontrahenten, der amerikanische Stromkonzern Mirant und der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON, werden vom Hamburger Rechtswissenschaftler Klaus Hopt (Mirant) und dem Münchner Professor Claus-Wilhelm Canaris (E.ON) vertreten. Vom ersten Erörterungstermin wird allerdings noch keine Entscheidung erwartet.


Mirant und E.ON streiten um die Kontrolle der Bewag. E.ON muss nach einer Auflage der EU-Kommission im Zuge der Fusion von Veba und Viag zu E.ON seine Anteile an der Bewag bis zum 13. März verkaufen. Darüber hat das Unternehmen mit den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) einen entsprechenden Vertrag geschlossen, Mirant, vormals Southern Energy, beanspruch als Anteilseigner der Bewag jedoch ein Vorkaufsrecht. Damit zusammen hängt auch die Gestaltung des ostdeutschen Stromkonzerns VEAG. Diesen haben HEW und sein schwedischer Partner Vattenfall kürzlich mehrheitlich erworben. Jetzt soll auch die Bewag in die "vierte Kraft" integriert werden.