Gesundheitliche Risiken

Strahlenschutzkommission empfiehlt verstärkte Forschung zu Elektrosmog-Risiken

Obwohl es die Strahlenschutzkommission des Bundes für notwendig hält, die Kenntnisse über gesundheitliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder zu verbessern, sieht sie derzeit jedoch keinerlei Veranlassung die geltenden Grenzwerte zu verändern.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
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Die Strahlenschutzkommission (SSK) des Bundes hat sich ff1'fcr eine verst'e4rkte Erforschung m'f6glicher Gesundheitsgef'e4hrdungen durch elektromagnetische Felder ausgesprochen. Es sei notwendig, die Kenntnisse 'fcber gesundheitliche Beeintr'e4chtigungen zu verbessern. Derzeit sieht die Kommission aus wissenschaftlicher Sicht jedoch keine Notwendigkeit, die geltenden Grenzwerte f'fcr elektromagnetische Felder zu ver'e4ndern.

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Auch nach Bewertung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur sei nicht nachweisbar, dass die g'fcltigen Grenzwerte keinen ausreichenden Schutz der Bev'f6lkerung vor Gesundheitsbeeintr'e4chtigungen gew'e4hrleisten w'fcrden. Dies ist die Kernaussage der Empfehlung zu "Grenzwerten und Vorsorgema'dfnahmen zum Schutz der Bev'f6lkerung vor elektromagnetischen Feldern", die die Kommission auf ihrer j'fcngsten Sitzung Ende vergangener Woche beschloss. Damit best'e4tigt die SSK, dass die geltenden Grenzwerte vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren ausreichend sch'fctzen. Bundesumweltminister J'fcrgen Trittin will jetzt pr'fcfen, inwieweit sich aus den Empfehlungen der SSK Auswirkungen auf die geplante Novellierung der Elektrosmog-Verordnung ergeben. In den Empfehlungen nimmt die SSK eine umfassende wissenschaftliche Bewertung der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu allen Arten von elektromagnetischen Feldern vor. Neben den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, wie sie beim Mobilfunk auftreten, sind dies die niederfrequenten Felder, die vor allem durch Hochspannungsleitungen erzeugt werden. F'fcr beide Bereiche ging die SSK auch der Frage nach, ob ein wissenschaftlich begr'fcndeter Verdacht auf m'f6gliche gesundheitliche Gefahren unterhalb der geltenden Grenzwerte besteht.

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In Bezug auf die Mobilfunk-Strahlungen erkennt die Kommission in einzelnen Studien m'f6gliche Hinweise auf Gesundheitsbeeintr'e4chtigungen. Sie stellt dazu aber fest, dass sich "auch unter Ber'fccksichtigung des Umfangs und des Ausma'dfes der Verdachtsmomente ein zus'e4tzliches Risiko 'fcber die bisher bekannten gesundheitlichen Beeintr'e4chtigungen hinaus nicht angeben l'e4sst". Sie pl'e4diert deshalb f'fcr weitere Forschung. Bereits im Fr'fchjahr hatte Bundesumweltminister J'fcrgen Trittin angek'fcndigt, die entsprechenden Forschungsmittel drastisch aufzustocken. F'fcr 2002 sieht der Umweltforschungsplan des BMU eine Verdopplung der Ausgaben auf 2,17 Millionen Euro vor. Bis 2005 stehen mehr als 8,5 Millionen Euro f'fcr diesen Zweck zur Verf'fcgung. Auch f'fcr den Bereich der niederfrequenten Felder bieten die gegenw'e4rtig geltenden Grenzwerte nach Ansicht der SSK einen ausreichenden Schutz von Mensch und Umwelt vor nachgewiesenen Gesundheitsbeeintr'e4chtigungen. Nach ihrer Auffassung enthalten nationale und internationale Studien allerdings Verdachtsmomente, wonach von diesen elektromagnetischen Feldern auch unterhalb der Grenzwerte m'f6glicherweise eine Krebsgefahr ausgehen k'f6nnte. Die vorgelegten Ergebnisse decken sich auch mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen des Internationalen Krebsforschungszentrums in Lyon, das ebenfalls bei hochfrequenten Feldern keine Verdachtsmomente f'fcr Krebs erkennen konnte, w'e4hrend Verdachtsmomente bei niederfrequenten Feldern gesehen werden. Bereits im vergangenen Jahr war ein umfassender wissenschaftlicher Bericht (Stewart Report), der von der britischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, zu den gleichen Ergebnissen gelangt. Weitere Informationen unter www.bmu.de/strahlenschutz.

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