Bergung

Strahlenschutzbehörde dreht Videos über Asse-Müll

Mit zwei neuen Videos informiert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Internet über die Vorbereitungen zur Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem Atommülllager Asse. Ein Film erläutere die sogenannte Kalterprobung, im zweiten werde die dreijährige Probephase dargestellt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Remlingen (dapd/red) - Das sagte ein Behördensprecher am Freitag. Mit der Kalterprobung bereitet sich das BfS auf das Anbohren der ersten Einlagerungskammer vor. Bevor die Bohrarbeiten tatsächlich beginnen könnten, müssten Geräte und Messverfahren getestet werden, sagte der Sprecher.

In der Probephase werde das BfS dann die ersten Kammern anbohren, öffnen und einige Abfälle "mit fernbedienbaren Techniken" versuchsweise bergen. In der Probephase will die Behörde Erkenntnisse gewinnen, mit welcher Strahlenbelastung es die Bergleute beim Rückholen der Abfälle tatsächlich zu tun bekommen und wie viel Zeit für die Bergung eingeplant werden muss.

Das BfS hatte sich nach einem Optionenvergleich für die Rückholung der radioaktiven und chemischen Abfälle aus dem vom Einstürzen und Volllaufen bedrohten Bergwerk entschlossen. Nur so könne nach derzeitigem Wissensstand die Asse sicher geschlossen werden, sagte der Sprecher. In die Asse wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen gebracht.