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Ermittlungen laufenBeim Störfall in der Urananreicherungsanlage Gronau am vergangenen Donnerstag ist der Strahlen-Grenzwert deutlich überschritten worden. Bei dem Zwischenfall war in der Behältervorbereitung Uranhexafluorid (UF6) freigesetzt und ein Mitarbeiter verstrahlt worden. Die Ermittlungen zu dem Störfall dauern an.
Düsseldorf/Gronau (ddp-nrw/red) - Die höchsten Kontaminationen seien auf dem Fußboden des betroffenen Raumes der Anlage mit 170 Becquerel pro Quadratzentimeter gemessen worden, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) am Mittwoch im Energieausschuss des Landtags. Erlaubt seien lediglich 100 Becquerel pro Quadratzentimeter.
Den Angaben zufolge war der Behälter von eimem Zulieferer aus Schweden als gereinigt ("clean and washed out") deklariert worden, obwohl er noch "geringe Restmengen von Uranhexafluorid" enthielt. Bei der Vorbereitung einer Prüfung des Behälters sei es dann zu dem Zwischenfall gekommen, hieß es.
Bei dem Zwischenfall war ein Mitarbeiter der Betreiberfirma Urenco radioaktiv verstrahlt worden. Ihm gehe es nach Auskunft der behandelnden Ärzte "sehr gut", sagte die Ministerin weiter. Er habe die Hälfte der Strahlungsmenge abbekommen, der ein Mensch normalerweise ohnehin durch die natürliche Umgebungsstrahlung pro Jahr ausgesetzt sei.
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will den zukünftigen Bedarf an Atomkraft mit Hilfe von Energieszenarien errechnen lassen. So solle der Anteil an Atomstrom immer weiter sinken, je nachdem, wie viel Kernenergie noch benötigt werden, hieß es.
Nach dem Störfall in der Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau dauern die Ermittlungen zur Ursache an. Atomkraftgegner sehen den Vorfall äußert kritisch und zweifeln an der Sicherheitskultur des Betreibers der Anlage. Sie fordern die Einschaltung der Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen.
Bei einem Zwischenfall in Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau sind radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Ein Mitarbeiter wurde am Donnerstag vorsorglich für 24 Stunden zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert, wie das Betreiberunternehmen URENCO in Gronau mitteilte.
Dreiviertel der Deutschen müssen einer Untersuchung zufolge mit der Gefahr leben, bei einem schweren Unfall in einem deutschen Atomkraftwerk radioaktiv verstrahlt zu werden. Der AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen Umweltstiftung zeigt, wo das Risiko besonders hoch sei. Besonders gefährdet ist demnach Bremen.
Umweltminister Röttgen hat erste Gespräche mit den Atomkonzernen zur Verlängerung der Atomlaufzeiten geführt. Erste Gespräche hätten "Anfang Januar begonnen", sagte Röttgens Sprecherin der "Financial Times Deutschland". Bayerns Umweltminsiter Söder fordert, dass die Länder an den Gewinnen der AKW-Betreiber beteiligt werden.Strompreise vergleichen
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