Veränderungen

Stinnes-Vorstand Bernotat soll 2003 E.ON-Chef werden

Mit Wirkung zum 1. Mai 2003 soll der derzeitige Stinnes-Vorstand Dr. Wulf Bernotat (53) zum Vorsitzenden des Vorstands der Düsseldorfer E.ON AG berufen werden. Gleichzeitig teilte der Energiekonzern mit, weitere 40 Prozent an Ruhrgas übernommen zu haben. Was jetzt noch fehlt ist die Ministererlaubnis. Sie wird für morgen erwartet.

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Das Präsidium des Aufsichtsrats der Düsseldorfer E.ON AG hat dem Aufsichtsrat in seiner gestrigen Sitzung vorgeschlagen, Dr. Wulf Bernotat (53) mit Wirkung zum 1. Mai 2003 zum Vorsitzenden des Vorstands der E.ON AG zu berufen. Hierüber wird der Aufsichtsrat in seiner nächsten ordentlichen Sitzung am 3. September 2002 beschließen. Die Mandate der derzeitigen E.ON-Vorstandsvorsitzenden, Ulrich Hartmann (63) und Prof. Wilhelm Simson (63), enden mit Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2003.

Bernotat ist seit 1998 Vorsitzender des Vorstands der Stinnes AG. Er trat 1996 als Mitglied des Vorstands der Veba Oel AG in den Veba-Konzern ein. Zuvor war er 20 Jahre im Shell-Konzern in diversen Führungspositionen, unter anderem in Frankreich, Portugal und Großbritannien, tätig. Von London aus betreute er über viele Jahre die Aktivitäten des Shell-Konzerns in Osteuropa und Afrika.

Gleichzeitig teilte E.ON mit, dass mit ExxonMobil, Shell und Preussag Vereinbarungen zum Erwerb einer weiteren 40 Prozent-Beteiligung an Ruhrgas getroffen wurden. Der Kaufpreis beträgt 4,1 Milliarden Euro. Sollte morgen - wie in Branchenkreisen erwartet wird - eine positive Entscheidung zur Ministererlaubnis fallen, wäre E.ON mit dem Vollzug der Beteiligungserwerbe von Gelsenberg, Bergemann, ExxonMobil/Shell/Preussag Alleinaktionär von Ruhrgas.