Strom-News
Tipps zum StromwechselRund 940 Stromanbieter sind derzeit bundesweit auf dem Markt und haben nicht weniger als 10.000 Stromtarife im Angebot. Im Dickicht der Tarife finden sich Preisgarantien, Vorauskasse, Bonusmodelle und Paketpreise. Die Stiftung Warentest erklärt, wie man den richtigen und vor allem günstigen Stromtarif findet.
Berlin (ddp/red) - Die Stiftung Warentest hat exemplarisch mehrere Stromtarife verglichen. Dabei wurden auch die Tarifbedingungen auf Verbraucherfreundlichkeit geprüft und der Kundenservice getestet. "Denn wer schon einmal stundenlang in der Warteschleife einer Hotline verbracht hat oder sich darüber ärgert, dass er wegen langer Vertragslaufzeit nicht zu einem günstigeren Anbieter wechseln kann, der achtet bei der Wahl auch auf Service und Vertragsbedingungen", so Testleiter Achim Schröder.
Als einfachsten Weg, ein Angebot im eigenen Tarifgebiet zu finden, empfehlen die Experten der Stiftung Warentest, den Jahresverbrauch und die Postleitzahl in einen Stromtarifrechner einzugeben. Dann erhält man eine Liste der preisgünstigsten Stromtarife. "Die Vertragsbedingungen sollten dann nach folgenden Kriterien geprüft werden: Laufzeit, Kündigungsfrist, Zahlungsmodalitäten, Preisgestaltung und Serviceumfang", sagt Energie-Experte Thomas Müller von der Stiftung Warentest.
Besonders wichtig sei, beim Strompreisvergleich darauf zu achten, dass der Vertrag innerhalb einer kurzen Frist kündbar ist, um flexibel zu bleiben und stets auf bessere Angebote im Markt reagieren zu können. Die preisgünstigsten Verträge haben jedoch meist eine Mindestlaufzeit von einem Jahr. Auch die Kündigungsfristen betragen oftmals acht Wochen oder sogar drei Monate. Jedoch haben Kunden bei einer Preiserhöhung immer ein Sonderkündigungsrecht, die Frist ist jedoch meist sehr kurz. Daher rät Schröder: "Wenn Sie den Stromanbieter wegen einer Preiserhöhung wechseln wollen, kündigen Sie selbst. So stellen Sie sicher, dass die Frist eingehalten wird." Ansonsten sei es besser, den neuen Anbieter alle Formalitäten erledigen zu lassen.
"Bei den Zahlungsmodalitäten ist ein monatlicher Abschlag ohne Vorauskasse am verbraucherfreundlichsten", rät Testleiter Schröder. Tarife mit Vorkasse oder Sonderabschlägen seien zwar oft günstiger, doch wenn es Ärger gebe, laufe man seinem Geld mitunter lange hinterher. Tarife mit festen Kilowattstundenpaketen sollte man nur wählen, wenn man seinen Stromverbrauch genau einschätzen kann. Denn wer mehr verbraucht, als im Paket vereinbart, zahlt dafür den teureren Mehrverkaufspreis und wer weniger verbraucht, bekommt nichts zurück.
Die Preise für Ökostrom sind nach Angaben der Warentester heute mit denen für konventionellen Strom vergleichbar. Zudem schnitten reine Ökostrom-Anbieter bei Beratung und Service per Telefon und E-Mail am besten ab. Problematisch für Verbraucher sei, dass es für Ökostrom keine allgemein gültige Definition gibt. So bieten manche Unternehmen konventionellen Strom als Ökostrom an, nur weil sie als Erbauer neuer Ökostromanlagen zertifiziert sind. "Wer mit der Wahl seines Stromtarifs ein Zeichen für Klimaschutz und Energiewende setzen will, sollte einen Anbieter wählen, der ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft", empfiehlt Müller. Weitere Infos dazu finden Sie auch in unserem Ratgeber zum Thema Ökostrom-Vergleich.
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Ökostrom ist nach Erkenntnissen der Stiftung Warentest oft nicht teurer als konventioneller Strom. Darüber hinaus seien die Vertragsbedingungen und Informationen für Verbraucher bei den Ökostrom-Anbietern häufig besser und die Kunden auch zufriedener, so die Tester.
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