Effizienter

Stichtag gestern: RWE startete mit neuer Konzernstruktur

Zum 1. Oktober hat sich der Stromkonzern RWE umstrukturiert. Durch eine regionale Vertriebsstruktur soll eine starke Kundenorientierung geschaffen werden, der Vertrieb von Strom, Gas und Wasser erfolgt durch RWE Energy. Die sieben Gesellschaften treten national und international unter der einheitlichen Dachmarke RWE auf.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Der größte deutsche Energieversorger RWE arbeitet seit gestern mit einer neuen Konzernstruktur. "Unsere neue Struktur stellt den Kunden in den Mittelpunkt. Wir schaffen die Grundlagen für bestmöglichen Service, Zuverlässigkeit und Effizienz. Damit sichern wir organisches Wachstum und entscheidende Wettbewerbsvorteile am Markt", erklärt Harry Roels, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.

Die neue RWE Energy mit Sitz in Dortmund bündelt den integrierten Vertrieb von Strom, Gas und Wasser in insgesamt zwölf Regionen in Deutschland und Kontinentaleuropa. Die RWE AG führt gemeinsam mit der RWE Energy operativ sehr eng die RWE Gas, um deren Eingliederung in RWE Energy es noch immer Streit mit den kommunalen Aktionären gibt. Gemessen am Stromabsatz ist RWE Energy die Nummer zwei in Deutschland und die Nummer drei in Europa. Die Kunden werden in den Regionen direkt vor Ort betreut.

RWE überführt die Call-/ Billing- und die Netzaktivitäten in den Regionen in rechtlich eigenständige Gesellschaften. Der Konzern will so mehr Kostentransparenz schaffen und den direkten Marktvergleich der Geschäftstätigkeiten in den Regionen untereinander ermöglichen. Durch die rechtliche Verselbständigung der Verteilnetzgesellschaften erfüllt RWE bereits heute die Voraussetzungen für die Unbundlingvorschriften der EU.

RWE Power mit Sitz in Essen und Köln verantwortet in Deutschland und Kontinentaleuropa den gesamten Bereich Aufschluss und Gewinnung von Energierohstoffen sowie die Stromerzeugung. Die RWE Gesellschaften treten einheitlich unter der Dachmarke RWE auf. Während RWE Energy und RWE Power in Deutschland und Kontinentaleuropa aktiv sind, verantwortet RWE Innogy das Energiegeschäft des Konzerns in Großbritannien. RWE Trading ist die Schnittstelle zum Energiegroßhandelsmarkt und Drehscheibe für konzernweite Commodities. RWE Thames Water entwickelt und steuert das weltweite Wassergeschäft des Konzerns. RWE Umwelt steuert die Abfall- und Recyclingaktivitäten und RWE Systems ist als interner Dienstleister für die konzernübergreifenden Services verantwortlich.