"Stern": RWE holt zum Gegenschlag aus

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Nach dem Zusammenschluss von Veba und Viag zum größten deutschen Stromproduzenten bahnt sich in der Energiebranche eine neue Megafusion an. Wie das Hamburger Magazin "Stern" - Online-Partner des Strom-Magazins - in seiner neuen Ausgabe berichtet, plant der Essener RWE-Konzern die Zusammenlegung seiner Energiesparte mit dem Stromlieferanten VEW. Bereits in Kürze will RWE-Chef Dietmar Kuhnt die Mehrheit an dem Dortmunder Konkurrenten unter RWE-Kontrolle haben.



Die Essener Konzernspitze verhandelt nach Informationen des "Stern" derzeit mit mehreren VEW-Anteilseignern, darunter auch kommunale Aktionäre, über den Ankauf ihrer Beteiligungen. RWE-Chef Kuhnt, so der "Stern", rechnet bereits fest mit dem zehnprozentigen VEW-Anteil der Westdeutschen Landesbank, deren Vorsitzender Friedel Neuber Aufsichtsratschef von RWE ist. Auch der rund 20-prozentige VEW-Anteil von Veba und Viag, von dem sich die beiden Fusionspartner aus Wettbewerbsgründen vermutlich trennen müssen, dürfte nach "Stern"-Informationen RWE sicher sein. So könnte Veba/Viag das Paket gegen den 26-prozentigen Anteil von RWE an der Berliner Veag, dem größten ostdeutschen Stromlieferanten, eintauschen.



VEW-Chef Gert Maichel will die Übernahme durch die Bildung einer Deutschen Energie Union verhindern, in die neben der VEW-Energiesparte auch kommunale Strom- und Gasbetriebe eingebracht werden, berichtet der "Stern".


(ots)