Mafioso

stern: Lafontaine kritisiert Schröders Engagement bei Gasprom

Der Bundestags-Fraktionschef der Linkspartei und ehemalige SPD-Finanzminister Oskar Lafontaine hat im Interview mit dem Hamburger Magazin stern bezweifelt, dass sich ein ehemaliger Kanzler in die Verpflichtungen eines russischen Staatsunternehmens einspannen lassen sollte.

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Hamburg (red) - Oskar Lafontaine hat das Engagement von Ex-Kanzler Gerhard Schröder beim russischen Energiekonzern Gasprom kritisiert. In einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern sagte der Bundestags-Fraktionschef der Linkspartei, man könne sich schon fragen, "ob ein ehemaliger Kanzler sich in die Verpflichtungen eines russischen Staatsunternehmens einspannen lassen kann". Aber eigentlich sei es ihm egal, "ob Schröder oder irgendein russischer Mafioso nun viel Geld von Gasprom kassiert".

In die Politik sei er zurückgekehrt, so Lafontaine zum stern, weil sich Deutschland in einem "Kulturkampf" befinde und er sich in "diesen neuartigen Klassenkampf" einmischen wolle. Den anderen Parteien wirft er vor, sich von der Wirtschaft treiben zu lassen, und dass die politische Sprache "durch und durch korrumpiert" sei. Der "Sprachschatz der neoliberalen Kaste" kaschiere den "Verfassungsbruch". Es sei ein "moralischer Imperativ, sich gegen diese neoliberale Walze zu wehren".

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