Gemeinsames Handeln

Steinmeier fordert Führungsrolle von EU und USA bei Energiepolitik

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und der stellvertretende BASF-Vorstandsvorsitzende Eggert Voscherau fordern ein gemeinsames Vorgehen von EU und USA bei Energiepolitik und Umwelttechnologien. Beide Seiten müssten im globalen Wettbewerb viel stärker an einem Strang ziehen als bisher.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Washington (ddp/sm) - Dies forderten Steinmeier und Voscherau am späten Montagabend (Ortszeit) in Washington im Anschluss an ein Unternehmerforum. US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte zuvor betont, dass kein Staat die internationale Energiekrise allein meistern könne. Der Außenminister sagte, Energietechnologie sei ein wichtiger Wirtschaftsbereich, bei dem die EU und Nordamerika im internationalen Wettbewerb noch eine Führerschaft hätten. Deshalb und wegen wachsender Energieknappheit und des immer dringlicher werdendem Klimaschutzes müssten Brüssel und Washington das Feld Energietechnologie gemeinsam besetzen.

Steinmeier räumte aber gleichzeitig ein, dass einzelne Energiefragen im transatlantischen Verhältnis noch immer unterschiedlich gewichtet würden. Während die USA beispielsweise derzeit vor allem auf die Förderung von Ethanol zur Benzin-Beimischung setzten, stehe dagegen in Deutschland das Thema Energieeffizienz vor allem im Wohnungsbau an erster Stelle.

BASF-Vizevorstandschef Voscherau betonte, die Gefahren des Klimawandels und wachsender Energieknappheit könnten nicht allein von Deutschland oder der EU, sondern nur durch stärkere Zusammenarbeit vor allem auch mit den USA gelöst werden.

Das Unternehmerforum sollte die transatlantische Diskussion zwischen Regierungen und Unternehmen über Entwicklung, Förderung und Anwendung neuer Energietechnologien vorantreiben. Die Ergebnisse sollen auch in den EU-USA Gipfel einfließen, der für den 30. April in Washington geplant ist.