Pläne

Steinkohlekraftwerk im Emsland soll Mitte 2009 gebaut werden

Der Baustart für das im Emsland geplante neue Steinkohlekraftwerk wurde jetzt auf Mitte 2009 beziffert. Vier Jahre später soll das Werk dann in Betrieb gehen können. Die Kosten für den Bau beliefen sich auf etwa eine Milliarde Euro.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dörpen (ddp/sm) - Eine aus der Schweizer BKW FMB Energie AG und der Advanced Power AG bestehende Unternehmensgesellschaft will Mitte 2009 mit dem Bau eines Steinkohlekraftwerks im emsländischen Dörpen beginnen. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks mit einer Leistung von etwa 900 Megawatt sei für das Jahr 2013 vorgesehen, teilte eine Sprecherin des Landkreises Emsland vergangene Woche in Meppen mit.

Die Investitionskosten werden auf zirka eine Milliarde Euro beziffert. Das Kraftwerk mit einer Kühlturmhöhe von 150 Metern soll rund 40 Jahre lang Strom produzieren. Es sollen etwa 200 Arbeitsplätze entstehen. Die Ansiedlung ist auf einer 35 Hektar großen Fläche in einem Industriegebiet der Samtgemeinde Dörpen zwischen dem Küstenkanal und der Bundesstraße 70 vorgesehen.

Die Gemeinde Dörpen und der Landkreis Emsland wollen das Ende Juni anlaufende Genehmigungsverfahren aktiv unterstützen, wie Landrat Hermann Bröring (CDU), Dörpens Bürgermeister Hermann Wacker (CDU) und Samtgemeindedirektor Hans Hansen (CDU) am Donnerstag betonten. "Wir brauchen den Ausbau von Regelenergie, um eine Vollversorgung zu gewährleisten", sagte Bröring. Regenerative Energien wie Windkraft stünden nicht 365 Tage im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung. "Der Landkreis Emsland soll nicht nur Transitland für Energien sein, sondern auch an der Wertschöpfung teilhaben", fügte Bröring hinzu.

Der Landrat sprach sich auch für eine Kraft-Wärme-Kopplung zwischen dem geplanten Kraftwerk und der nahe gelegenen Papierfabrik der Nordland GmbH aus. Ein wichtiges Anliegen sei zudem die Minimierung von Feinstaub sowie eine mögliche Nachrüstung von Kohlendioxid reduzierenden Techniken, die sich in der Entwicklung befänden.