Internationale Investoren

Steinkohlekraftwerk für eine Milliarde Euro im Emsland geplant

Bis zum Jahr 2014 könnte ein neues Steinkohlekraftwerk, dessen Bau derzeit von einer internationalen Investmentgruppe geplant wird, ans Netz gehen. Das Kraftwerk soll eine Leistung von rund 800 Megawatt haben und 200 bis 300 Arbeitsplätze schaffen. Optional wird auch an den Bau eines Gaskraftwerkes gedacht.

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Dörpen (ddp-nrd/sm) - Eine internationale Investmentgruppe plant den Bau eines Steinkohlekraftwerks im emsländischen Dörpen. Die Investitionssumme für das Kraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt betrage rund eine Milliarde Euro, sagte ein Sprecher der Kreisbehörde am Mittwoch auf ddp-Anfrage. Nähere Angaben zu den Investoren machte er nicht.

Nach Angaben des Sprechers könnte das Steinkohlekraftwerk bis zum Jahr 2014 ans Netz gehen. 200 bis 300 Arbeitsplätze würden entstehen. Optional werde an den Bau eines Gaskraftwerks gedacht. Allerdings habe die Investmentgruppe neben Dörpen auch zwei andere Standorte in Deutschland ins Auge gefasst.

Der Landkreis Emsland rechnet sich aber gute Chancen aus. Denn die Investoren haben den Angaben zufolge bereits einen Kaufoptionsvertrag für eine 35 Hektar große Fläche im Industriegebiet von Dörpen südlich von Papenburg unterzeichnet. 15 Hektar der Fläche waren bereits im Gemeindebesitz, weitere 20 Hektar erwarb die Kommune von Landwirten.

Der Standort liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Papierwerks Nordland. Damit ist ein potenzieller Energieabnehmer vorhanden. Auch ein Güterverkehrszentrum befindet sich in Dörpen. Landrat Hermann Bröring (CDU) verwies zudem auf die Verkehrsinfrastruktur mit der nahen Autobahn 31, der Bahnverbindung Emden-Münster, dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Küstenkanal. Die Kohle könnte per Schiff oder Bahn angeliefert werden. In diesem Zusammenhang werde an den Bau einer Kaianlage in der Nähe des Kraftwerks gedacht.