Rückgang

Steinkohle-Förderung in Deutschland gesunken

Um 16 Prozent ist die Steinkohle-Förderung im vergangenen Jahr gesunken. Das sei vor allem auf die Stilllegung zweier Bergwerke zurückzuführen. Der gesamte Steinkohlebedarf Deutschlands konnte zu einem Drittel aus heimischer Förderung gedeckt werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Die Steinkohle-Förderung in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 21 Millionen Tonnen gesunken. Der Rückgang ist auf die Stilllegung zweier Bergwerke am Jahresbeginn 2006 zurückzuführen, wie die RAG AG am Donnerstag in Essen mitteilte. Die heimische Kohle habe damit rund ein Drittel zur Deckung des gesamten deutschen Steinkohlebedarfs von 64 Millionen Tonnen beigetragen.

Die RAG-Tochter Deutsche Steinkohle AG (DSK) setzte den Angaben zufolge 2006 insgesamt 21,6 Millionen Tonne Kohle und Koks ab. Mit 17,6 Millionen Tonnen sei der wesentliche Teil der Produktion in die Kraftwerke gegangen. 3,6 Millionen Tonnen seien als Koks oder als so genannte Einblaskohle an die Eisen schaffende Industrie geliefert worden. Für 2007 prognostizierte der DSK-Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes eine Steinkohle-Produktion auf Vorjahresniveau.

Zurzeit wird in Deutschland noch in acht Bergwerken Steinkohle gefördert. Beschlossen ist bereits die Stilllegung von zwei Standorten bis 2012. Nach Angaben von Tönjes werden aber noch zwei weitere Schließungen erforderlich, sollte die Fördermenge tatsächlich bis dahin, wie derzeit diskutiert, auf zwölf Millionen Tonnen pro Jahr sinken.

Einschließlich der staatlichen Beihilfen setzte der Bergbau laut DKS 2006 rund 3,6 Milliarden Euro um. 2005 waren es noch 4,1 Milliarden Euro gewesen. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe die DSK einen Verlust von 167 Millionen Euro nach einem Plus von 71 Millionen Euro im Vorjahr eingefahren.