Neue Studie

Steinkohle deckt ein Drittel der weltweiten Stromerzeugung

Steinkohle ist und bleibt Energieträger Nummer eins. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die jetzt von der RWE Rheinbraun AG, einem der weltweit größten Braunkohleproduzenten, veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr wurden weltweit über 3,5 Milliarden Tonnen Steinkohle abgebaut und damit 22 Prozent des Weltenergieverbrauchs gedeckt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Knapp ein Drittel der weltweiten Stromerzeugung von insgesamt 15 Billionen Kilowattstunden basiert auf Steinkohle. Damit ist sie Energieträger Nummer eins in der Stromversorgung. Das geht aus der neuen Studie "Weltmarkt für Steinkohle" der RWE Rheinbraun AG hervor. Das Unternehmen ist nicht nur weltweit größter Braunkohlenproduzent, sondern hält auch fast 75 Prozent an CONSOL Energy Inc., Pittsburgh (USA), einem der größten Steinkohlenproduzenten der Erde. In der Studie stellen die Autoren Hans Gruß, Ernst-Otto Kantelberg und Hans-Wilhelm Schiffer neben den Modalitäten des internationalen Steinkohlehandels die wichtigsten Förderstaaten vor.

Weltweit wurden im Jahr 2001 3,5 Milliarden Tonnen Steinkohle abgebaut. Spitzenreiter in der Rangliste der Produzentenländer ist China mit 958 Millionen Tonnen. Auf den nächsten Plätzen folgen die USA, Indien, Australien und Südafrika. Steinkohle deckt 22 Prozent des gesamten Weltenergieverbrauchs. Sie kommt vor allem in Kraftwerken zum Einsatz, aber auch in Schlüsselindustrien, wie Eisen und Stahl, Zement und Chemie.

Zurzeit werden 16 Prozent der Welt-Steinkohlenfördermenge international gehandelt. Wichtigster Absatzmarkt für den seewärtigen Handel (2001 : 572 Millionen Tonnen) ist Asien (56 Prozent), gefolgt von Europa (35 Prozent) und Nord- und Südamerika (9 Prozent). Dabei wird Steinkohle zu deutlich niedrigeren Preisen auf dem Weltmarkt gehandelt als Öl und Erdgas. Trotz der Transportkosten ist Steinkohle aus Übersee erheblich billiger als die unter ungünstigen geologischen Bedingungen etwa in Europa abgebaute Steinkohle. Das hat dem Seehandel mit Steinkohle laut Studie im vergangenen Jahrzehnt zu enormen Zuwachsraten verholfen. Die Nachfrage nach Importkohle stieg vor allem in Ländern der nord-pazifischen Region (Japan, Südkorea, Taiwan) und des nordatlantischen Raums. Dort trugen besonders die USA, Großbritannien und Deutschland zum wachsenden Bedarf bei.

Die 70-seitige Studie ist kostenlos in deutscher und englischer Sprache als Hardcopy und als pdf-Datei erhältlich. Sie kann bei RWE Rheinbraun, Abteilung SU 6/Energiewirtschaft, 50416 Köln, bestellt werden.