Jahresrückblick

Steinkohle-Aus: 2007 brachte für den Bergbau die erwartete Zäsur

Der Steinkohlebergbau wird 2018 seine letzte Schicht fahren. Auf einen sozialverträglichen Ausstieg ohne betriebsbedingte Kündigungen verständigten sich in diesem Jahr Bundestag und Landesregierung zusammen mit Bergbau-Gewerkschaft und Kohleindustrie.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - In Nordrhein-Westfalen wird 2007 als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem eine Zäsur für die ehemals entscheidende Branche des Ruhrgebiets beschlossen wurde. Die Ausstiegspläne will der Bund 2012 zwar noch einmal vor dem Hintergrund der dann bestehenden energiewirtschaftlichen Lage überprüfen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Steinkohle angesichts der immer lauter gewordenen Kritik an den Milliardenzuschüssen für den Bergbau langfristig noch Chancen haben wird, werden allgemein als gering eingestuft.

Davon unberührt werden die Entwicklungen bleiben, die sich in diesem Jahr für den Industrie- und Energiekonzern RAG ergeben haben. Aus der RAG, die aus der 1968 gegründeten Ruhrkohle AG hervorgegangen war, wurde Mitte September Evonik. Unter diesem Namen bringt der Konzern im kommenden Jahr seine Nichtbergbau-Sparten an die Börse.

Mit dem Namen Evonik verschwanden die traditionellen Unternehmensnamen Degussa für die bisherige RAG-Chemiesparte und Steag für den Energiebereich der alten RAG. Auch den Namen RAG Immobilien gibt es nicht mehr. Die Erlöse aus dem Börsengang von Evonik sollen die langfristigen Kosten des Bergbaus nach dem Ende der Steinkohleförderung decken. Die Steinkohlesparte selbst wurde von Evonik getrennt und in die RAG-Stiftung ausgegliedert, die auch den Börsengang von Evonik vorbereitet.