Wachstumsbranche

Steinbrück bekennt sich zur NRW-Steinkohle

Im Gegensatz zu seinen Oppositionskollegen von CDU und FDP hat sich der sozialdemokratische NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück erneut für die weitere Förderung der Kohle ausgesprochen. Wer diese Wachstumsbranche in den Geschichtsbüchern beerdigen wolle, handle unverantwortlich.

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Duisburg (ddp-nrw/sm) - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) hat die Bedeutung der heimischen Steinkohle gegen Kritik aus den Reihen anderer Parteien verteidigt.

"Bei unserer Energiepolitik setzen wir auf unsere heimischen Stärken: Auf die heimische Steinkohle, die heimische Braunkohle, die Entwicklung und Markteinführung erneuerbarer Energien und die effizientere Energieerzeugung und -nutzung", sagte Steinbrück am Sonntag laut einer Pressemitteilung anlässlich der Barbarafeier im Bergwerk Duisburg-Walsum. NRW sei als ein modernes Industrieland "auf eine sichere und störungsfreie Energieversorgung" angewiesen.

CDU und FDP, aber auch der grüne Koalitionspartner in NRW fordern seit längerem einen Abbau oder den völligen Ausstieg aus der Kohlesubventionierung. Steinbrück hielt dagegen, dass die deutsche Bergbautechnik im Weltmaßstab führend sei. "Wer diese Wachstumsbranche so schnell wie möglich in den Geschichtsbüchern beerdigen will, handelt unverantwortlich", betonte der Ministerpräsident.

Mit Blick auf die Zeche Walsum, die wegen des teilweisen Kohleabbaus unter dem Rhein umstritten ist und Anfang 2009 still gelegt werden soll, warnte Steinbrück vor Panikmache. Er habe kein Verständnis für jene, die durch falsche Behauptungen die Anwohnerschaft des Bergwerks und die Belegschaft verunsicherten.