Preisentwicklung

Steigende Benzinpreise hemmen Speditionsunternehmen

Die steigenden Benzinpreise stellen zunehmende Schwierigkeiten für die Speditionsunternehmen dar. Neben der Preisentwicklung für Benzin werde auch ein immer größerer Personalmangel problematisch, betonte der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer.

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Magdeburg (dapd/red) - Das Verkehrsgewerbe beklagt eine zunehmende Belastung durch hohe Benzinpreise. Die Spediteure in Sachsen-Anhalt könnten die Kostensteigerung über Gebühr kaum noch schultern, sagte der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), Gerhard Bertram, in Magdeburg. Bis zu zehn Cent Unterschied von einem auf den anderen Tag machten eine Planung von Fahrten fast unmöglich.

Dazu komme, dass Aufträge oft lange Zeit im Voraus zu festen Tarifen vereinbart würden. Da bleibe kein Spielraum, um einen Ausgleich der gestiegenen Benzinpreise zu schaffen, sagte Bertram. Er beklagte zudem, dass Reifen oder Versicherungen keineswegs preiswerter als vor wenigen Jahren seien.

Neben Anstieg der Benzinpreise auch Personalmangel problematisch

Neben dem Problem der teuren Benzinpreise nannte Bertram als Schwierigkeit den zunehmenden Mangel an Kraftfahrern. Selbst eine bessere Entlohnung schaffe keine Abhilfe. Ein Großteil der Mitarbeiter sei inzwischen über 50 Jahre alt, Nachwuchs bleibe aus.

Im Einsatz von Gigalinern mit rund 25 Metern Länge sieht Bertram keine höhere Effektivität. Er riet dazu, die Ergebnisse der aktuell laufenden Feldversuche abzuwarten. Die Regelungen der bisher festlegten Teststrecken dürften in dieser Zeit nicht durch Ausnahmeregelungen aufgeweicht werden.