Genehmigungsverfahren eingeleitet

Steag: Kraftwerksprojekt in Herne nimmt Gestalt an

Mehr als 800 Millionen Euro beabsichtigt die Essener RAG-Tochter Steag gemeinsam mit kommunalen Partnern in einen weiteren Steinkohle-Kraftwerksblock der 750 Megawatt-Klasse an ihrem Standort in Herne zu investieren. Der Baubeginn ist für den Sommer 2008 geplant.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen/Herne (red) - Der kommerzielle Betrieb ist Unternehmensangaben zufolge für Herbst 2011 geplant. Der Antrag auf Vorbescheid für den Bau und Betrieb des Blocks Herne 5 wird derzeit von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg geprüft.

Der hochmoderne Steinkohle-Kraftwerksblock soll auf dem Gelände des bestehenden 950 Megawatt-Heizkraftwerks entstehen. Steag plant und finanziert den Bau gemeinsam mit mehreren Stadtwerken, die auch einen Großteil des Stroms abnehmen werden. Herne 5 wird - wie auch die bereits bestehenden Blöcke - mit Einrichtungen zur Kraft-Wärme-Kopplung /Fernwärme geplant.

"Mit dem Neubau entsteht nicht nur eines der modernsten Steinkohlekraftwerke Europas", so Steag-Vorstand Heinz Scholtholt. "Das Projekt sichert auch den Kraftwerksstandort für die nächsten Jahrzehnte."

Wie das Unternehmen mitteilt, ist für die neue Anlage aus technischen Gründen ein leistungsfähiger, rund 180 Meter hoher Kühlturm notwendig. Da die Rauchgasableitung über den Kühlturm erfolge, sei jedoch kein separater Schornstein erforderlich. Der Nettowirkungsgrad des Blocks beträgt - bezogen auf die reine Stromerzeugung - den Angaben zufolge mehr als 45 Prozent und liege damit um etwa fünf Prozent höher als in anderen neueren Steinkohlekraftwerken in Deutschland. Außerdem soll Herne 5 mit hochwirksamen Anlagen zur Reduzierung von Emissionen (Rauchgasentschwefelungsanlage, Elektrofilter zur Staubabscheidung, Stickstoffoxidminderungsanlage) ausgerüstet werden.

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