Kräftiger Zuwachs

STEAG-Bilanz mit Rekordergebnis

Deutschlands fünftgrößter Stromerzeuger, die zum Ruhrkohle-Konzern gehörende STEAG, hat 2005 einen Umsatz- und Ergebnisrekord eingefahren. Der Gewinn nach Steuern stieg um 54 Prozent auf den mit 282,2 Millionen Euro besten Wert der Firmengeschichte. Der Umsatz verdreifachte sich auf knapp fünf Milliarden Euro.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, sei in erster Linie die Eingliederung aller RAG-Energiebereiche in die STEAG Grund für die kräftigen Zuwächse. So entfielen allein zwei Drittel des Umsatzes auf die Anfang 2005 von der RAG übernommene Gasdistribution (Saar Ferngas) und den Kohlehandel (RAG Verkauf).

"In den kommenden Jahren ist der Neubau von Steinkohlekraftwerken etwa in Duisburg-Walsum und in Herne für uns von strategischer Bedeutung", sagte STEAG-Vorstandschef Alfred Tacke bei Vorlage der Bilanz. Damit sei ein "wesentlicher Grundstein" für die weitere Steigerung der STEAG-Ertragskraft geschaffen. Das Kraftwerk in Duisburg soll ab Oktober gebaut werden. Der 750-Megawatt-Block soll 2010 seinen Betrieb aufnehmen. Das ebenfalls 750 Megawatt starke neue Kraftwerk in Herne soll 2011 ans Netz gehen.

Unterdessen baut die STEAG im Ausland ihr drittes Steinkohlekraftwerk. Auf der Philippinen-Insel Minanao entsteht ein 232-Megawatt-Block, der nach seiner Fertigstellung im November rund 15 Prozent des Strombedarfs der 14 Millionen Einwohner zählenden Insel decken soll.

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