Pilotanlage

Staudinger: Testanlage zur CO2-Abscheidung gestartet

E.ON und Siemens haben am Freitag eine Testanlage zur CO2-Abscheidung im Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg in Betrieb genommen. Mit dem Projekt werde das Verfahren zur klimaverträglichen Stromerzeugung aus Kohle vorangetrieben, sagte E.ON-Forschungschef Bernhard Fischer. Die Pilotanlage soll bis Ende 2010 laufen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Großkrotzenburg (ddp-hes/red) - Der rasch wachsende Strombedarf werde künftig nicht ohne fossile Energieträger wie Kohle oder Erdgas gedeckt werden können, sagte der Chef der Division Fossil Power Generation von Siemens Energy, Michael Süß. Er fügte hinzu: "Die Herausforderung besteht darin, die mit fossilen Brennstoffen einhergehenden CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren."

Technologien zur CO2-Abscheidung und -Speicherung kämen dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Diese Technologien gebe es bereits, für den Einsatz in Großanlagen müssten sie jedoch erprobt und weiterentwickelt werden. "Die Pilotanlage im Kraftwerk Staudinger wird uns hier einen entscheidenden Schritt voranbringen", sagte Süß.

Grüne kritisieren Klimakiller Staudinger

Die Grünen-Fraktion im Landtag kritisierte die Eröffnung der Pilotanlage. "Die CO2-Abscheidung bleibt ein ungedeckter Scheck, solange nicht auch der Transport und vor allem die sichere Ladung des Klimagiftes geregelt sind", sagte Grünen-Umweltexpertin Ursula Hammann. E.ON versuche, mit Taschenspielertricks seinem "Klimakiller Staudinger" ein "grünes Ökomäntelchen" umzulegen.