Statusbericht: Deutschland fällt bei Klimaschutz zurück

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Deutschland droht im europäischen und weltweiten Vergleich bei der Entwicklung flexibler und moderner Steuerungsverfahren für das Klimamanagement weiter zurückzufallen. Darauf hat - wenige Tage vor der Klimaschutzkonferenz in Den Haag - die internationale Beratungsorganisation PricewaterhouseCoopers (PwC) hingewiesen.


In einem Statusbericht analysieren die PwC-Experten vor allem die Entwicklungen im Handel mit Kohlendioxid-Zertifikaten, dem sogenannten Emission Trading. PwC befürwortet in seiner Analyse die zügige Einführung eines solchen Systems auch in Deutschland - in einem ersten Schritt im Rahmen der bestehenden Selbstverpflichtung der Industrie - und zeigt auf, dass Länder wie Großbritannien, Holland, USA oder Australien bereits deutlich weiter bei Konzeption und Umsetzung eines solchen Systems sind. "Die Aussicht, als einziges Land in Europa keine derartigen flexiblen Mechanismen zu nutzen, lässt eine nachteilige Entwicklung für den Standort Deutschland befürchten", lautet das Fazit der PwC-Experten.


Bei der Frage einer aktiven Klimastrategie zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes errechnen die PwC-Experten Kostenvorteile von bis zu 200 DM pro Tonne Kohlendioxid-Reduktion bei den großen Unternehmen der Branche. Die flexiblen Mechanismen zur Reduktion von Treibhausgasen sind nach dem Statusreport bei den "global playern" der Branche deutlich weiter entwickelt als bei den deutschen Unternehmen. PwC empfiehlt aufgrund seiner Analyse einen engen Schulterschluss von Politik und Wirtschaft, um in der internationalen Diskussion - wie etwa auf der Klimaschutzkonferenz in Den Haag - eine aktivere Rolle spielen zu können.


Die Studie Klima im Wandel - Aktueller Stand der Entwicklungen im Klimaschutz kann im Internet unter www.pwcglobal.de abgerufen werden.