Produktionsbeginn

Start der Großserienproduktion von siliziumfreien Solarmodulen

Fast exakt ein Jahr nach dem Spatenstich hat Würth Solar in Schwäbisch Hall die neue Produktionsstätte für CIS-Solarmodule eröffnet: die CISfab. Weltweit erstmalig laufen dort von nun an Solarmodule ohne den knappen Rohstoff Silizium in Großserie vom Band.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwäbisch Hall (red) - "Würth Solar wird die Produktionskapazität bis zum Jahresende kontinuierlich hochfahren und wie geplant zum Jahreswechsel die Vollauslastung in der CISfab erreichen. Damit sind wir Vorreiter bei einer Zukunftstechnologie der Photovoltaik und setzen einen Meilenstein in der boomenden Solarbranche", sagt Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar.

Ab 2007 wird Würth Solar eigenen Angaben zufolge jährlich rund 200.000 CIS-Solarmodule fertigen. Dies entspricht 14,8 Megawatt. In der CISfab werden ab 2007 175 Mitarbeiter arbeiten, davon 35 beim Vertriebspartner Würth Solergy.

Rund 400 Mitarbeiter und geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft wohnten am Freitag der feierlichen Inbetriebnahme der vollautomatisierten Produktionslinie bei, unter ihnen der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger und Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe.

Würth Solar setzt mit der CIS-Technologie auf eine zukunftsträchtige Entwicklung der Photovoltaik. Eine chemische Verbindung aus Kupfer (C), Indium (I) und Selen (S) ersetzt hier den bisher zur Umwandlung von Sonnenlicht in Strom üblicher Weise verwendeten und derzeit knappen Halbleiter Silizium.

Die CIS-Module von Würth Solar haben derzeit einen Wirkungsgrad von durchschnittlich 11,5 Prozent und sind damit gut vergleichbar mit siliziumbasierten Solarmodulen, so das Unternehmen. Sie lassen sich flexibel dimensionieren, woraus sich interessante Anwendungsmöglichkeiten ergäben: Die Module könnten beispielsweise in semitransparenter oder bedruckter Ausführung direkt in Fassaden integriert werden.

Weiterführende Links