Ruhrgebiet

Start der Bewerbungsphase für Niedrigenergiestadt

Der Initiativkreis Ruhr hat am Montagabend auf der Essener Zeche Zollverein die Bewerbungsphase für das Modellprojekt zur Entwicklung einer Niedrigenergiestadt im Ruhrgebiet eingeläutet. Das Interesse der Revier-Kommunen ist offenbar groß.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/red) - Ab Oktober 2010 soll eine etwa 50 000 Einwohner große Stadt oder ein Stadtteil im Ruhrgebiet zu einer "InnovationCity Ruhr" umgebaut werden. Ziel ist es, den Energiebedarf bis zum Jahr 2020 durch den Einsatz neuer Technologien um mehr als die Hälfte zu reduzieren, wie die Veranstalter mitteilten.

"'InnovationCity Ruhr' ist ein langfristiges Konjunkturprogramm im Zeichen der Energieeffizienz, das dem ehemaligen Kohlerevier über das Kulturhauptstadt-Jahr hinaus einen wirtschaftlichen Impuls für die Zukunft gibt", sagte Wulf Bernotat, Moderator des Initiativkreises Ruhr, dem 59 Unternehmen der Region angehören.

Das Programm sieht unter anderem vor, den gesamten Gebäudebestand energieeffizient zu sanieren und Neubauten nach dem aktuellen Stand der Technik zu errichten. "InnovationCity" Ruhr ist als gemeinsames Projekt von Unternehmen, Wissenschaft und Politik angelegt. Das Interesse der Revier-Kommunen an dem Stadterneuerungsprojekt ist den Angaben zufolge groß. Im Herbst 2010 wird der Initiativkreis Ruhr die Entscheidung über den Standort des auf zehn Jahre angelegten Projekts bekanntgeben.

Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit einer Anschubfinanzierung zur Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft in Höhe von 500 000 Euro und hat weitere Unterstützung bei Fördermöglichkeiten zugesagt. "'InnovationCity Ruhr' kann weltweit Modell werden für die Erneuerung von industriell geprägten Regionen", sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU).