Statistik

Starker Zuwachs bei erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energieträger sind mit einem Anteil von 34 Prozent inzwischen die zweitwichtigste Energiequelle für die Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern, so das Statistische Amt in Schwerin. Hauptenergieträger ist derzeit die Steinkohle, Erdgas liegt auf dem dritten Rang.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (red) - Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes wurden in dem Bundesland im Jahr 2005 insgesamt 2,2 Millionen Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen und in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist. Diese Menge würde ausreichen, um 33 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern abzudecken.

41 Prozent der insgesamt 6,5 Millionen Megawattstunden Strom, die 2005 für die allgemeine Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern erzeugt wurden, sind aus Steinkohle gewonnen worden. Erneuerbare Energieträger, hauptsächlich Windkraft, waren mit einem Anteil von 34 Prozent die zweitwichtigste Energiequelle für die öffentliche Stromversorgung - noch vor Erdgas, dessen Versorgungsbeitrag im Jahr 2005 bei 23 Prozent lag. Die übrigen knapp drei Prozent basierten auf Heizöl und auf Einspeisungen von Industriebetrieben und sonstigen Anlagen, deren Energieträgerstruktur nicht bekannt ist.

Während die Stromerzeugung aus Steinkohle 2005 gegenüber 2004 um sieben Prozent zurückging und sich die Bereitstellung auf Basis von Erdgas um 0,5 Prozent nur wenig erhöhte, legten die "Erneuerbaren" um neun Prozent weiter kräftig zu.

Das dynamische Wachstum der Ökostromerzeugung im Land ist nach Angaben der Statistiker vor allem auf die Zunahme der Windenergienutzung zurückzuführen. Sie hat mit 80 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern. Durch Inbetriebnahme neuer leistungsfähiger Windkraftanlagen stiegen die Winderträge 2005 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 1,8 Millionen Megawattstunden weiter an.

An zweiter Stelle rangierte Biomasse, hauptsächlich Holzabfälle, als erneuerbarer Energieträger mit einem Anteil von elf Prozent an der regenerativen Stromerzeugung im Land (252.100 Megawattstunden). Die Versorgungsleistung von Biomasse konnte 2005 gegenüber 2004 um 24 Prozent weiter ausgebaut werden. Biogas sowie Deponie- und Klärgas trugen mit zusammen knapp acht Prozent bzw. 171.800 Megawattstunden zur einheimischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei, die Versorgungsleistung ist hier gegenüber 2004 um 51 Prozent angestiegen.

Wasserkraft, Fotovoltaik und Geothermie waren in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anteil von zusammen 0,6 Prozent bzw. 13.800 Megawattstunden auch im vergangenen Jahr noch von geringer Bedeutung für die öffentliche Stromversorgung. Darunter hat aber besonders die Erzeugung von Solarstrom stark zugelegt. 2005 wurden 7.800 Megawattstunden Strom von Fotovoltaikanlagen ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist, das war die bisher größte Menge und mehr als doppelt so viel wie 2004.

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