Standpunkt: UMTS-Mittel fließen in die Energieforschung

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Zur Vergabe von UMTS Mitteln für die Forschung erklärt Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen: "In der jüngsten Zeit haben sich die Erkenntnisse der Wissenschaft verdichtet, dass sich die Erdölförderung schon in wenigen Jahren deutlich verteuern wird. Hinzu kommt eine immer größere Abhängigkeit von der OPEC. Wir haben schon eine ganze Reihe von kurzfristigen Maßnahmen beschlossen, um das Problem anzupacken. Mit der Entscheidung zur Verwendung der Zinsersparnisse aus den UMTS Mitteln richten wir den Blick nun gezielt nach vorne. 100 Millionen DM werden jährlich zusätzlich in die Energieforschung fließen."


"Mit den erhöhten Mitteln für die Energieforschung wollen wir u. a die Entwicklung des Ein-Liter-Autos, die Weiterentwicklung der Brennstoffzelle und des Null-Liter-Hauses fördern. Wasserstoff und andere alternative Treibstoffe sollen zu einer Alternative zum Erdöl entwickelt werden Hierbei legen wir den Schwerpunkt auf die solare Wasserstofferzeugung z.B. durch solarthermische und geothermische Kraftwerke. Ebenso wollen wir die Entwicklung großer Windkraftanlagen fördern. Zusätzliche 600 Millionen DM werden jährlich in die Gesundheitsforschung, in die Förderung der Forschungsstruktur in den neuen Bundesländern und in die Hochschulförderung fließen. In der Gesundheitsforschung wird die verstärkte Bekämpfung von Volkskrankheiten wie Krebs und Alzheimer sowie Aids im Vordergrund stehen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird für Unternehmen in den neuen Bundesländern ein neues Förderprogramm auflegen, das zu einer Verbesserung der Forschungsstruktur führen wird."