Standpunkt: Tschernobyl-Reaktor 3 muss vom Netz

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Zur Ankündigung von Bundeskanzler Schröder, eine Konferenz einzuberufen, um die Finanzierung der Sanierung des Beton-Sarkophags um den Tschernobyl-Reaktor 4 sicherzustellen, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Dagmar Wöhrl:


Es liegt im Interesse ganz Europas, dass der Sarkophag des Unglückreaktors von Tschernobyl schnellstmöglich erneuert wird, um die Freisetzung von Radioaktivität zu verhindern. Mit seiner Initiative für eine internationale Geberkonferenz bleibt Bundeskanzler Schröder jedoch auf halbem Weg stehen. Ebenso wichtig wie die Erneuerung des Sarkophags ist die baldige Abschaltung des Tschernobyl-Reaktors 3, der nach wie vor am Netz ist, weil die Ukraine auf den dort erzeugten Strom derzeit nicht verzichten kann. Weil die rot-grüne Regierungskoalition in Deutschland die von den G7-Staaten zugesagten Finanzhilfen zur Fertigstellung der Kernreaktoren Khmelnitzki 2 und Rowno 4 seit bald einem Jahr blockiert, ist die Abschaltung von Tschernobyl auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.


Die geplante Konferenz wird nur dann ein Erfolg, wenn auch Khmelnitzki 2 und Rowno 4 auf der Tagesordnung stehen und die 1992 versprochenen Kredite endlich ausgereicht werden. Der Tschernobyl-Reaktor 3 muss vom Netz!