Standpunkt: Liberalisierung dient immer dem Verbraucher

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Als direkte Reaktion auf die Forderung des Deutschen Städtetages, die Kommunen vor der Liberalisierung durch die Europäische Union zu schützen (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier), veröffentlichen wir in unserer Reihe "Standpunkt" ein Statement vom Vorsitzenden des Verbandes der Freien Energiedienstleister (FEDV) Robert H. kyrion. Kyrion ist gleichzeitig Vorstand des Kölner Energiedienstleisters KaWatt AG.


Peinlich und mehr als bezeichnend ist es, wenn es vom deutschen Städtetag heißt, dass "Betriebe vor EU-Liberalisierung geschützt werden müssen". Die Liberalisierung dient immer dem Verbraucher - egal ob privat direkt im Geldbeutel oder dem Gewerbe zur verbesserten Wettbewerbsfähigkeit. Bestes Beispiel ist die Telekommunikation und die aktuell beginnenden Preisreduzierungs-Tendenzen auf dem Strommarkt. Die Einnahmen der Kommunen (Konzessionsabgaben) haben sich nicht negativ verändert - unverständlicherweise wird sogar immer noch weiter auf das antiquierte Modell von Quersubventionen gepocht.


Es ist immer noch so wie es schon seit Strommarkt-Liberalisierungsbeginn war - wieder wird kräftig auf die "Tränendrüse" gedrückt und Verunsicherung der Verbraucher betrieben - wir sind sicher, dass sich der private und gewerbliche Verbraucher keinen Sand mehr in die Augen streuen lässt und solchen haltlosen Argumenten jetzt und in Zukunft eine deutliche Absage erteilt. Die politisch Verantwortlichen sollten sich dessen bewusst sein und nicht "Zuständigkeitsbereiche" der Städte und Kommunen fördern, sondern sich vorausschauend an der Zukunft orientieren und den fairen Wettbewerb endlich fördern - Lippenbekenntnisse werden nicht mehr akzeptiert.