Strom-News
Die LPD-Berater sehen in der Verhaltensweise der Konzerne die Befürchtungen des Kartellamts bestätigt: Sie zeigen duopolistisches Verhalten und üben marktbestimmende Macht aus. In ihrer Einschätzung berufen sich die Berater aus Berlin insbesondere auf die unternehmenseigene Kraftwerksdatenbank. Diese beinhaltet öffentlich zugängliche Informationen und aktuelle Marktentwicklungen mit ihrer Wirkung auf Kraftwerke. Dadurch werden mittel- bis langfristige Strompreisvorausschauungen möglich.
Mit diesen Erkenntnissen zeichnen die Berater zwei mögliche Szenarien, die einen echten Wettbewerb im deutschen Erzeugungsmarkt entstehen lassen und einem Preisanstieg entgegen wirken können. Uwe Hilmes, Bereichsleiter Energiewirtschaft der LBD, erläutert: "Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem Merger der VEAG zuteil. Der Zuschlag für einen ausländischen Wettbewerber mit seinen Erzeugungsressourcen könnte sich entsprechend positiv auf den deutschen Erzeugerpreis auswirken und der drohenden Duopolbildung entgegen treten." Und Bernhard Lokau, ebenfalls Bereichsleiter Energiewirtschaft, ergänzt: "Bei einer von der EU bereits eingeforderten Liberalisierung des deutschen Gasmarkts und der damit wohl einhergehenden Gaspreissenkung erwarten wir tatsächlich eine preisrelevante Bereinigung des deutschen Kraftwerkparks, da dann weitere Kraftwerke vom Erzeugungsmarkt verdrängt werden."
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