Standpunkt: Gebäudesanierungsprogramm ist ein großer Erfolg für Klimaschutz und Arbeitsplätze

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Gestern wurde das neue Kohlendioxid-Gebäudesanierungsprogramm veröffentlicht. Dazu erklärt Franziska Eichstädt-Bohlig, Mitglied des Fraktionsvorstands und baupolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen:


Das Programm ist ein zentraler Bestandteil der Klimaschutzstrategie der Bundesregierung. Deswegen haben wir Bündnisgrüne in den Verhandlungen um das Zukunftsinvestitionsprogramm erkämpft, dass in den nächsten fünf Jahren zwei Milliarden Mark Bundesmittel für dieses Programm zur Verfügung stehen. Damit können Kredite in Höhe von zehn Milliarden DM an Hauseigentümer vergeben werden. Das neue Förderprogramm richtet sich vor allem an "Hochverbraucher". Wir wollen damit ein Angebot an Eigentümer von Gebäuden machen, die heute sehr viel Energie verbrauchen. Denn gerade in diesen Gebäuden kann sehr schnell sehr viel Kohlendioxid (CO2) eingespart werden. Deswegen werden vor allem größere Sanierungsmaßnahmen gefördert, die besonders viel CO2 einsparen. Das Programm wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt und kann bei jeder Bank beantragt werden. Wir appellieren an die Banken, aktiv für das Programm zu werben. Wir fordern alle Eigentümer auf, in ihr Haus zu investieren, statt in die Kassen der Öl-Multis.


Gerade angesichts der neuesten, alarmierenden Daten des UN-Berichts zum Klimawandel ist dieses Programm dringend erforderlich. Denn nach Ansicht aller Experten liegen im Gebäudebereich die größten, kurzfristig erzielbaren CO2-Minderungspotentiale. Das Programm nützt nicht nur der Umwelt. Es wird auch Arbeitsplätze im Handwerk und der mittelständischen Bauwirtschaft in erheblichem Umfang erhalten und neu schaffen.