Standpunkt: Falsche Argumente gegen Kernenergie

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
"Längere Laufzeiten von Kernkraftwerken beeinträchtigen keineswegs ihre Sicherheit. Die Anlagen werden regelmäßig überprüft und vorbeugend instandgesetzt. Deshalb nehmen Störungen altersbedingt nicht zu." Das erklärte Dr. Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW), Frankfurt am Main, zum Umweltgutachten 2000 auf der Konferenz "Energiedialog 2000".


Seit 1968 wurden in Deutschland 19 Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Ihre Laufzeiten liegen zwischen elf und mehr als 30 Jahren. Die Praxis habe gezeigt, dass auch bei den älteren Kernkraftwerken keinerlei vermehrte Störanfälligkeiten aufgetreten seien. "Auch beim Klimaschutz ist die Argumentation der Gutachter voreingenommen", kritisierte Meller. So weise das Gutachten zwar darauf hin, dass Kernenergie zwei Drittel der Stromerzeugung in der Grundlast decke und erhebliche Mengen Kohlendioxid vermeide. Trotzdem würden die ökonomischen und ökologischen Vorteile der Kernenergie in Abrede gestellt.