Standpunkt: Ein Beitrag zur friedenssichernden Abrüstung

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Der geplante Einsatz von Brennelementen aus russischer Produktion in deutschen Kernkraftwerken wird von Atomkraftgegnern als unverantwortlich dargestellt. In unserer Reihe "Standpunkt" veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Deutschen Atomforums dazu:


Anti-Atomkraft-Organisationen wir Greenpeace ist jedes Mittel recht, die deutsche Kernenergie zu attackieren. Dabei verkennt die grüne "Friedens"-Organisation ganz offensichtlich, dass mit dem Einsatz dieser Brennelemente, in denen wiederaufgearbeiteter Kernbrennstoff aus russischen Militärbeständen verwendet wird, ein auch von der deutschen Bundesregierung gewünschter bedeutsamer friedenssichernder Beitrag zur Abrüstung geleistet wird. Von wenig Sachkenntnis zeugt die Greenpeace-Forderung, "hochangereichertes Waffenuran zu verdünnen, damit es nicht mehr bombenfähig ist". Genau dies geschieht mit der friedlichen Nutzung des Urans.


Die sogenannten ERU-Brennelemente (Enriched Reprocessed-Uranium) werden aus einer Mischung von Uran, das im Rahmen der Wiederaufarbeitung bei der französischen Cogema anfällt, und abgereichertem Uran aus russischen Militärarsenalen hergestellt. Die Firma Siemens/KWU arbeitet seit mehreren Jahren mit dem Unternehmen MSZ in der russischen Stadt Elektrostal erfolgreich zusammen. MSZ ist mit modernsten Fertigungseinrichtungen nach westeuropäischen Sicherheitsstandards ausgestattet. Die Hüllrohre der Brennstäbe und die Köpfe der Brennelemente werden von Siemens aus Deutschland nach Russland geliefert, die Fertigung erfolgt nach Siemens-Spezifikation und wird von Siemens überwacht.


Erste Probelieferungen von Brennstäben aus frischem Uran wurden schon 1995 in dem deutschen Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) und dem Schweizer Reaktor Gösgen eingesetzt. In den Jahren 1996 und 1997 kamen im KWO sogenannten Vorläufer-Brennelemente zum Einsatz und zeigten ein sehr gutes Betriebsverhalten. Zahlreiche deutsche Stromkonzerne planen den Einsatz der aus Russland kommenden Brennelemente für ihre Kernkraftwerke. Die Behörden beauftragten Gutachter mit der Überprüfung der Fertigung. Diese erfolgt derzeit.


Fazit: Der Einsatz von Brennelementen aus russischer Fertigung in deutschen Kraftwerken ist lange bekannt. Das Fertigungsverfahren stellt einen wesentlichen Beitrag zur Abrüstung dar und stabilisiert damit den Frieden in Europa.