Standpunkt: Deutsche Atomkraftwerke melden Rekordergebnis

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Das Deutsche Atomforum hat eine Pressemitteilung zum "Rekordergebnis" deutscher Atomkraftwerke herausgegeben, die wir nachstehend veröffentlichen. Die Kernkraftwerke in Deutschland haben im Jahr 1999 ein Rekordergebnis in der Stromerzeugung erzielt: Sie lieferten 169,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh) gegenüber 161,7 im Jahr 1998. Damit wurde nach den politisch bedingten Stillstandzeiten im Jahr 1998 das bisher beste Jahresergebnis der Kernenergie von 1997 mit 170,4 Milliarden kWh knapp nicht erreicht. Der Absatz des Atomstroms weist somit einen deutlichen Zuwachs aus - und dies, obwohl zwischenzeitlich ein starker Preiswettbewerb entstanden ist. Diese Entwicklung belegt, dass der aus der Kernenergie gewonnene Strom insbesondere auch unter Kostenaspekten zukunftsfähig ist.


Die Kernenergie deckt seit 1988 gut ein Drittel der Stromversorgung und etwa zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Dies geht aus der vom Deutschen Atomforum heute in Berlin veröffentlichten Kernenergiebilanz 1999 hervor. Durch die Kernenergie wurde 1999 die Abgabe von rund 170 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Das entspricht den jährlichen Gesamtemissionen des deutschen Straßenverkehrs. Seit Beginn der Kernenergienutzung in Deutschland 1961 bis heute wurden insgesamt 2,8 Billionen (genau: 2 831 Milliarden) kWh Strom aus Uran und Plutonium gewonnen und so der Atmosphäre über zwei Milliarden Tonnen Kohlendioxid erspart. Diese Zahlen zeigen nach Auffassung des Deutschen Atomforums, dass die Kernenergie nach wie vor einen unverzichtbaren und umweltfreundlichen Beitrag zur Stromversorgung Deutschlands leistet und dass dies auch so bleiben muss.


Nach der vom Deutschen Atomforum vorgelegten Bilanz wurden die Kernkraftwerke auch im vergangenen Jahr sicher und zuverlässig betrieben: Es trat kein Störfall auf, der Menschen oder die Umgebung hätte gefährden können. Insbesondere der von zahlreichen Kritikern als problematisch eingeschätzte Datumswechsel 1999/2000 belegte, dass die Kernkraftwerke in Deutschland reibungslos, sicher und zuverlässig arbeiten. Für die Stromerzeugung verfügbar waren die Reaktoren durchschnittlich 7 980 Stunden - von 8 760 Jahresstunden -, das heißt über 91 Prozent der Gesamtzeit. Berücksichtigt man die für den Brennelementewechsel und die Revision vorgesehenen Abschaltzeiten, waren die Anlagen nur knapp 3,2 Prozent der Zeit unplanmäßig außer Betrieb und erreichten damit einen weltweit herausragenden Wert.


(ots)