Standortkonferenz zur Zukunft der Kernkraftwerksstandorte in Stade

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Zu den geplanten Standortkonferenzen zur Zukunft der Kernkraftwerksstandorte erklärt der stellvertretende energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Reinhard Schultz: Nach dem endgültig beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie stellt sich für die Kernkraftwerksstandorte die Frage nach der Zukunft. Es geht dabei ebenso um Arbeitsplätze wie um die künftige Energieversorgung in den Regionen. Die SPD-Bundestagsfraktion plant daher nach der Sommerpause eine Reihe von Standortkonferenzen, auf denen sie um Vertrauen für die Ausstiegspolitik werben und zugleich Perspektiven für eine Zukunft ohne Kernkraft in den betroffenen Regionen entwickeln will. Hierzu wird die Bundestagsfraktion jeweils Vertreter aus Wirtschaft, Industrie und Politik einladen, gemeinsam Impulse für die energie- und industriepolitische Entwicklung der Regionen in den bundespolitischen Dialog einzubringen. In offener Diskussion soll eine Bestandsaufnahme der Probleme, die an den KKW-Standorten nach dem Ausstieg entstehen könnten, gemacht werden; zugleich sollen die Chancen erörtert werden, die durch neue Entwicklungen (z.B. neue wirtschaftliche Impulse, neue Energietechnologien und die Förderung erneuerbarer Energien) entstehen. Die Ergebnisse der Konferenzen werden in die Beratungen der Facharbeitsgruppen im Deutschen Bundestag und in die Arbeit des Wirtschaftsministeriums einfließen.


Eine erste Konferenz hat als Pilotprojekt bereits am vergangenen Freitag im Kreishaus in Stade stattgefunden. Für die SPD- Bundestagsfraktion nahmen Reinhard Schultz (stellv. energiepolitischer Sprecher der Fraktion) und Dr. Margrit Wetzel (Wirtschaft und Technologie) teil. Die Gewerkschaft ÖTV war durch Branko Rakidzija, den zuständigen Bundesbereichsgeschäftsführer und der Konzern e.on Energie durch den Leiter im Bereich Unternehmensentwicklung, Wolf Hatje, vertreten.