Genehmigung für 40 Jahre

Standort-Zwischenlager am KKW Unterweser geht in Betrieb

Am Kernkraftwerk Unterweser in Esenshamm ist heute das bundesweit letzte Standort-Zwischenlager in Betrieb genommen worden. Es ist für maximal 80 Behälterstellplätze ausgelegt. Die Genehmigung wurde auf 40 Jahre befristet, wie das Umweltministerium in Hannover mitteilte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm) - Bevor der mit 19 abgebrannten Brennelementen beladene Castor-Behälter in das Zwischenlager kam, hatten Experten des Umweltministeriums die vorgeschriebenen Messungen zur Dichtheit und Kontaminationsfreiheit überprüft. Die Beladung des Behälters war von unabhängigen Gutachtern begleitet worden.

Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) stellte klar, dass die Zwischenlager nicht zu faktischen Endlagern werden dürften. Ihm sei bewusst, dass gerade die Menschen am Standort Stadland-Rodenkirchen diesem Lager kritisch gegenüberstünden, sagte Sander. Er forderte die Bundesregierung erneut auf, "die Erkundung von Gorleben unverzüglich fortzusetzen und ergebnisoffen zu Ende zu führen".

Die Energieversorger sind gesetzlich verpflichtet, abgebrannte Brennelemente an den Standorten der Kernkraftwerke zwischenzulagern. Das Zwischenlager am Kernkraftwerk Unterweser war in den zurückliegenden drei Jahren errichtet worden. Es wurde als letztes von zwölf Standort-Zwischenlagern im September 2002 vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt. Das bundesweit erste Zwischenlager war im Dezember 2002 am Kernkraftwerk Emsland in Betrieb gegangen.