Standort- und Interimslager für die Atomkraftwerke in Brunsbüttel und Brokdorf: Einwendungen möglich

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Die Antragsunterlagen für die Standort- und Interimslager in Brunsbüttel und Brokdorf können vom 30. Januar bis zum 29. März eingesehen werden. Die Betreiber des Atomkraftwerks in Brokdorf hatten beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am 20. Dezember 1999 ein Standortlager beantragt, die Betreiber des Atomkraftwerks in Brunsbüttel beantragten am 30. November 1999 ein Standortlager und am 15. August 2000 ein Interimslager. Beantragt wurde jeweils die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente. Während der Auslegungsfrist können schriftlich Einwendungen gegen die Vorhaben erhoben werden. Diese werden voraussichtlich im Mai mündlich erörtert und vom BfS in den Genehmigungsverfahren berücksichtigt.


Die Betreiber in Brunsbüttel hatten ein Standortlager für bis zu 150 Lagerbehälter mit abgebrannten Brennelementen beantragt. Danach sollen diese bis zu 40 Jahre in einer 130 Meter langen, 27 Meter breiten und 23 Meter hohen Betonhalle gelagert werden. Für die Zeit bis zur Fertigstellung dieses Lagers wurde außerdem die Lagerung von bis zu 18 Behältern in einem Interimslager beantragt. Dies soll ebenfalls auf dem Gelände des Atomkraftwerkes eingerichtet werden. Bis zu sechs Jahre lang, so der Antrag der Betreiber, sollen darin vor allem Castor- und TN 900-Behälter in einzelnen Betonumhausungen gelagert werden, die dann in das endgültige Lager aufgenommen werden.


Von den Betreibern des Atomkraftwerkes Brokdorf wurde ein Standortlager für bis zu 100 Behälter für abgebrannte Brennelemente beantragt. Danach sollen bis zu 40 Jahre vor allem Castor-Behälter gelagert werden. Die dafür vorgesehene Betonhalle auf dem Kraftwerksgelände soll 94 Meter lang, 27 Meter breit und 23 Meter hoch sein.


Die Unterlagen der Betreiber - nämlich der Antrag selbst, die Kurzbeschreibung, der Sicherheitsbericht sowie der Bericht zur Umweltverträglichkeit - liegen beim BfS sowie in Wilster und Brunsbüttel öffentlich aus. Einwendungen gegen die Genehmigung der Lager müssen bis zum 29. März schriftlich oder zur Niederschrift beim Bundesamt für Strahlenschutz, Willy-Brandt-Straße 5, 38226 Salzgitter erhoben werden. Anträge und Kurzberichte gibt es ab 30. Januar außerdem unter www.bfs.de. Die Einstellung des Sicherheitsberichts und des Berichts zur Umweltverträglichkeitsprüfung haben die Antragsteller verweigert.