Strom sparen

Standby-Modus verursacht hohe Leerlaufkosten

Die Hertener Stadtwerke geben Tipps zum Energiesparen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass nach wie vor große Mengen Strom durch den Standby-Modus verbraucht werden. Wer Stromfresser aufspüren will, kann sich beim Kundencenter kostenlos Messgeräte ausleihen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Herten (red) - Ist man abends auf der heimischen Couch angekommen, reicht meistens der Griff zur Fernbedienung, um den Fernseher zu aktivieren: In vielen Haushalten läuft die Flimmerkiste Tag und Nacht im Standby-Modus. Das kostet allerdings ziemlich viel Geld. Deshalb lautet der einfache Tipp: Abschalten lohnt sich.

Weil es selten nur der Fernseher ist, der rund um die Uhr das Stromnetz anzapft, belaufen sich die Leerlaufkosten in Haushalten durchschnittlich auf rund 90 Euro pro Jahr. Hängen besonders viele oder alte Geräte am Netz, kann sich der Betrag auch leicht verdoppeln. Für Deutschland heißt das: Insgesamt 4,6 Prozent des Stroms wird im Leerlauf verbraucht. Das entspricht der Leistung von zwei Kraftwerken.

Videorecorder, Computer, Drucker, Mikrowellen und viele andere Geräte können auch im Ruhezustand Strom verbrauchen. Hinweise darauf sind etwa brennende Lämpchen oder leuchtende Uhren am Gerät, eine Wärmeabgabe auch im Ruhezustand, warme externe Netzteile oder Brumm- und Pieptöne, die vom Gerät ausgehen.

Nicht immer ist der Standby-Betrieb dabei explizit als solcher gekennzeichnet. Manche Geräte haben zum Beispiel gar keinen richtigen Netzschalter. Um sie vom Netz zu trennen, muss man schon den Stecker ziehen. Bei zusammen genutzten Geräten, wie der Kombination Fernseher/Soundsystem oder PC/Drucker, lohnt sich auch eine schaltbare Steckdosenleiste: Ein Klick und alles ist aus. Bei der Anschaffung solcher Steckdosenleisten empfiehlt sich, auf das "GS"-Prüfsiegel zu achten.

Aber was ist dann mit dem bequemen Griff zur Fernbedienung? – Wer darauf nicht verzichten will, kann spezielle Geräte vorschalten, die den gleichen Effekt haben. Sie trennen Fernseher, Videorecorder und Co. entweder sofort oder nach einer bestimmten Zeit im Standby-Modus vom Netz. Um diese wieder anzuschalten, reicht dann auch der Griff zur Fernbedienung.

Aber Vorsicht bei Tintenstrahldruckern: Wenn sie vom Netz getrennt werden, verbrauchen sie beim Einschalten viel Tinte, um den Druckkopf zu reinigen. Das lohnt sich nur, wenn der Drucker über längere Zeit – etwa über Nacht - ausgeschaltet ist.

Beim Kauf neuer Geräte lohnt es sich, auf Energie-Labels zu achten. Das bekannteste ist sicherlich der "Blaue Engel", aber auch der "Energy Star" und die Gemeinschaft Energielabel Deutschland zeichnen besonders sparsame Geräte zuverlässig aus.

Wer genau wissen will, welche Geräte auch im Leerlauf noch viel Strom verbrauchen, kann sich bei den Stadtwerken Herten auch vor Ort schlau machen: Im Kundencenter in der Innenstadt können sich Kunden kostenlos Strommessgeräte ausleihen. Sie werden zwischen das entsprechende Gerät und die Steckdose gestöpselt – so können sie Auskunft über den tatsächlichen Stromverbrauch geben.