"Hamburger Erklärung"

Städte aus aller Welt unterzeichnen Abkommen zum Klimaschutz

Im Anschluss an die dreitägige Hamburg City Climate Conference haben Städtevertreter aus aller Welt am Mittwoch die "Hamburger Erklärung" zum Klimaschutz unterzeichnet. Diese sei eine Selbstverpflichtung der Städte, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um den Klimawandel zu begrenzen, sagte die Hamburger Umwelt- und Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL).

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Hamburg (ddp-nrd/red) - Zu der Konferenz waren rund 290 Teilnehmer aus 40 Nationen gekommen, um die besondere Verantwortung der Städte zum Schutz des Klimas und im Kampf gegen die globale Erderwärmung deutlich zu machen.

Konkretes Ziel sei eine Verminderung des CO2-Ausstoßes um 50 Prozent bis 2050, sagte Hajduk weiter. Zudem solle der Anteil an erneuerbaren Energien bis 2050 bei 80 Prozent liegen. "Als einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel können die Städte der Motor für mehr Klimaschutz sein", betonte die Senatorin. Diese Herausforderung sei nur gemeinsam zu schaffen. Hajduk dankte den Vertretern der Städte aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt für die engagierte Beteiligung und die Formulierung gemeinsamer Ziele.

Appell mit Blick auf Kopenhagen

Zugleich appellierten die Konferenzteilnehmer an den UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen. Die Hamburger Konferenz setze ein klares Signal nach Kopenhagen, sagte Hajduk. Die Erwartungen an den Gipfel seien zuletzt geschwächt gewesen. Dieser müsse jedoch ein Erfolg werden, bei dem konkrete und ernsthafte Forderungen formuliert würden.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zeigte sich erfreut über die "Hamburger Erklärung". Allein die Selbstverpflichtungen der Unterzeichnerstädte würden im Falle ihrer Realisierung den Klimaschutz deutlich voranbringen, sagte ein Sprecher des Landesverbands in Hamburg. NABU-Landesvize Alexander Porschke betonte, die ehrgeizigen Ziele und Selbstverpflichtungen der Städte seien zwar eine gute Nachricht, sie müssten aber durch tatsächliches Handeln gefüllt werden.