Vorkaufsrecht

Stadtwerke zeigen Interesse an E.ON-Tochter Thüga

In das Rennen um die milliardenschwere E.ON-Tochter Thüga wollen Stadtwerke aus NRW mitmischen. Nach Informationen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" besitzen die Stadtwerke Duisburg und Essen sowie die vier kommunalen Versorger in Neuss, Remscheid, Ennigerloh und Greven ein Vorkaufsrecht.

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Essen (ots) - "Wir haben Interesse, das Feld nicht Dritten zu überlassen", sagte der Duisburger Stadtwerke-Chef Hermann Janinng der WAZ. In Erwägung gezogen wird auch eine bundesweite Lösung aller im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertretenen knapp 1000 Stadtwerke. Der VKU entwickelt derzeit Strategien zur Gründung einer gemeinsamen kommunalen Dachmarke. Dabei könnte der Thüga nach Meinung einiger Stadtwerke-Chefs eine entscheidende Rolle zukommen. Unter einem Markendach, glauben sie, könnte man zudem gemeinsame Leistungen bündeln. Das wiederum gelänge am besten mit einer Übernahme der bundesweit verzweigten Thüga.

E.ON-Chef Wulf Bernotat hatte im Februar den Verkauf der Thüga in Erwägung gezogen, die Beteiligungen an rund 120 Stadtwerken hält.