Stadtwerke Werdau leiten juristische Schritte gegen envia ein

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Im September letzten Jahres haben die Stadtwerke Werdau im Verbund mit sieben anderen Stadtwerken in Südsachsen ihren Stromlieferanten gewechselt und neue Verträge mit der Fortum Energie GmbH geschlossen. Mit der wesentlich günstigeren Preisstellung konnten die Stadtwerke den Wettbewerb aufnehmen und mehrere hundert Neukunden gewinnen. Doch der Regionalversorger "envia" (Chemnitz) verweigert den Stadtwerken die Durchleitung. So sind die Stadtwerke gezwungen, einen sogenannten Beistellungsvertrag zu vereinbaren. Die Stadtwerke Werdau sind überzeugt: "enivia missbraucht seine Netz-Monopolstellung , um auch weiterhin überhöht Preise durchsetzen zu können." Aus diesem Grund werden jetzt juristische Schritt dagegen eingeleitet. Die Stadtwerke werfen envia außerdem vor, mit ungerechtfertigten Rechnungen, Mahnungen und Drohungen die Kunden zu verunsichern. Jochen Koch, Geschäftsführer der Stadtwerke Werdau, dazu: Die Aktionen sind in hohem Maße unlauter und widerrechtlich."


Den Neukunden versichert Koch jedoch: "Der Zwang, dass wir unseren Strom nun wieder überteuert bei der envia einkaufen müssen, wirkt sich auf keinen Fall auf unsere Neukunden aus. Die neuen, günstigen Preise sind vertraglich fixiert, die Differenz wird von uns und Fortum getragen. Gemeinsam mit Fortum werden wir alle notwendigen Schritte einleiten, um auch bei uns niedrige Verbraucherpreise durchzusetzen."