"Vermögensvernichtung"

Stadtwerke warnen vor Absenkung der Stromkosten

Die deutschen Stadtwerke warnen vor einer von der Bundesnetzagentur angestrebten deutlichen Absenkung der Strom- und Gaskosten. Aus den Effizienzvorgaben der Bundesnetzagentur würden sich massive Erlöseinbußen ergeben, erklärte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) gestern in Berlin.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Stadtwerke haben im Interesse einer sicheren Versorgung sehr gut funktionierende Strom- und Gasnetze geschaffen. Dafür sollen sie jetzt faktisch bestraft werden", kritisierte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels. Das Konzept der Bundesnetzagentur sehe vor, dass Effizienzvorgaben auch auf bereits getätigte Investitionen gemacht werden sollen. Netzbetreiber würden dadurch gezwungen, einen Teil ihrer Netze sofort abzuschreiben. Auf diese Weise würde kommunales Vermögen in Millionenhöhe vernichtet.

"Unter dem Deckmantel der Anreizregulierung geht es nur darum, Kosten abzuerkennen, um schnellstmöglich zu weiteren Preissenkungen zu kommen", sagte Wübbels weiter. Das sei nicht hinnehmbar. Die im Energiewirtschaftsgesetz vorgesehene Anreizregulierung sieht vor, dass Versorger belohnt werden, die ihre Netzkosten, die rund ein Drittel des Strompreises ausmachen, stärker als andere senken.

Weiterführende Links