Kooperation

Stadtwerke übernehmen kommerziellen Offshore-Windpark

Ein Verbund von rund 60 Stadtwerken aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg und Österreich wird den bundesweit ersten kommerziellen Offshore-Windpark übernehmen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gesellschafter der SüdWestStrom Windpark GmbH am Dienstagabend in Bremen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Bremen (ddp/red) - Die Stadtwerke-Kooperation investiert 500 Millionen Euro in den Windkraft Deal, eine weitere Milliarde Euro werde fremdfinanziert. Der Aufsichtsratschef der SüdWestStrom Windpark GmbH, Boris Palmer, sagte, die Stadtwerke wollten ihre Eigenständigkeit sichern und deshalb in die Stromerzeugung einsteigen. Bislang werde die Produktion von vier großen Energie-Konzernen dominiert.

Der Windpark "BARD Offshore 1" wird zurzeit 100 Kilometer nordwestlich von Borkum gebaut. Er soll mit 80 Windmühlen im Herbst 2011 fertiggestellt sein. Errichtet wird er von der BARD-Gruppe in Emden. Ab August dieses Jahres sollen die ersten acht Anlagen bereits Strom erzeugen. BARD soll den Windpark auch betreiben.

Die SüdWestStrom Windpark GmbH will mit der Windkraft rund 400.000 Mehrpersonenhaushalte versorgen. Die Gesamtleistung des Parks wird bei 400 Megawatt liegen. Der Strom soll über die längste Hochspannungs-Gleichstromverbindung in der Nordsee ans Festland gebracht werden. Der Stadtwerkeverbund, zu dem vor allem Stadtwerke aus Bayern und Baden-Württemberg gehören, will sich auch künftig in der Windenergie engagieren.