Investitionen

Stadtwerke Solingen planen neue Kraftwerksbeteiligung

Um auch zukünftig angemessen auf steigende Energiepreise reagieren zu können, wollen die Stadtwerke Solingen (SWS) die Beteiligungen an Kraftwerken weiter ausbauen. Dazu soll es möglicherweise eine Beteiligung an dem Projekt "Gemeinschafts-Kohlekraftwerk der RWE-Beziehergemeinschaft" (GEKKO) geben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Solingen (red) - In einer gemeinsamen Sitzung befürworteten sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat der SWS die Weiterverfolgung des Projektes mit einer maximalen Beteiligung in Höhe von 40 Megawatt. Mit dieser Beteiligung und der bereits beschlossenen Kraftwerksscheibe von 20 Megawatt am ebenfalls in Hamm-Uentropp entstehenden GuD-Kraftwerk würde die SWS eine Eigenerzeugungsquote von 30 Prozent erreichen. Für Geschäftsführer Dr. Becker eine gute Quote: "Eine Eigenerzeugung von einem Drittel verschafft uns einerseits eine gewisse Unabhängigkeit vom oligopolistischen Beschaffungsmarkt und entspricht andererseits einer für unsere Unternehmensgröße sinnvollen Kapitalbindung."

Die endgültige Beteiligungshöhe an dem in Hamm-Uentropp geplanten Steinkohlekraftwerk steht allerdings noch nicht fest, denn die Nachfrage nach Anteilen sei nahezu doppelt so hoch, wie das RWE bereit sei abzugeben. Zudem sei die Kraftwerksbeteiligung nur eine von vielen Maßnahmen zur Sicherung der SWS-Marktposition. Im Rahmen des MVV-Konzerns arbeite man derzeit intensiv an Projekten zur Beschaffungsstrategie sowohl im Segment Strom als auch für das Produkt Erdgas. Ein weiteres Projekt im Rahmen des MVV-Netzwerkes sei die Gründung einer gemeinsamen Handelsgesellschaft.