Erweiterung

Stadtwerke Schwetzingen: Neues Geschäftsfeld und neue Partner

Neben Gas, Strom und Wasser wird zukünftig die Fernwärme mit in das Angebot der Stadtwerke Schwetzingen aufgenommen. Dafür wurde jetzt mit den Partnern EnBW Regional AG und MVV Energie AG die Fernwärme Rhein-Neckar (FRN) gegründet. Die Partner erhalten dafür Anteile an dem kommunalen Energieversorger.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwetzingen (red) - Wie die Stadtwerke mitteilen, bringen die Partner bringen die Fernwärmeversorgung von Schwetzingen und Oftersheim mit in die neue Gesellschaft ein. In den beiden Kommunen werden rund 900 Kunden mit jährlich über 50 Millionen Kilowattstunden Wärme versorgt. Die FRN bezieht diese Wärme aus dem Großkraftwerk Mannheim und wird künftig anstelle des direkten Versorgers zum Vorlieferanten der Stadtwerke Schwetzingen.

Die EnBW Regional AG und die MVV Energie AG werden mit jeweils 10 Prozent Anteilen an den Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co.KG beteiligt und zusätzlich mit einem Aufsichtsratssitz in der neuen Gesellschaft vertreten sein. Mehrheitsgesellschafter bleibt nach wie vor die Stadt Schwetzingen mit 59,9 Prozent, die Stadtwerke Heidelberg AG halten 20,1 Prozent.

Alle relevanten Gremien haben ihre Zustimmung erteilt "und so kann in der Metropolregion Rhein-Neckar ein beispielhaftes und innovatives Partnerschaftsprojekt verwirklicht werden, aus dem unsere Stadtwerke deutliche Synergievorteile und Ergebnisverbesserungen erzielen können", sieht Oberbürgermeister Bernd Kappenstein gute wirtschaftliche Perspektiven.

"Wir sehen diese Beteiligung, die in dieser Konstellation mit vier Gesellschaftern nicht alltäglich ist, als weiteren Erfolg für das Bestreben der EnBW, ein Netzwerk fairer Partnerschaften mit Kommunen und Stadtwerken aufzubauen und weiter zu entwickeln", erläutert Dr. Wolfgang Bruder, Vorstandsvorsitzender der EnBW Regional AG. die Philosophie seines Unternehmens. "Damit kann Schwetzingen die kommunalen Stärken seiner Stadtwerke mit dem Know-how und den sich ergänzenden Kompetenzen der EnBW verbinden und zu ihrem Vorteil nutzen", beschrieb Dr. Bruder die "kommunale Orientierung" seines Unternehmens, welches in der Rolle als Minderheitsgesellschafter die Entscheidungsautonomie der Stadt respektiere.

Inzwischen sei bei der EnBW Regional AG ein Netzwerk von 39 selbständigen Unternehmen entstanden, die gleichzeitig auf Informationsaustausch untereinander und die Erfahrung des Energiekonzerns setzen könnten. Angesichts des Wettbewerbsdrucks und der Veränderungen auf dem Energiemarkt sei dies ein unschätzbarer Vorteil, so der EnBW-Vorstand. Jeder Partner bringe seine Stärken und Kompetenzen mit ein, um auch künftig erfolgreich die Chancen des Marktes nutzen zu können.

Als "ersten wichtigen Meilenstein für die Zusammenarbeit in der Metropolregion Rhein-Neckar im Energiebereich" bezeichnet der Vorstandsvorsitzende der Mannheimer MVV Energie, Dr. Rudolf Schulten, die neue Struktur der Stadtwerke Schwetzingen. Mit starken Partnern im Rücken könnten die Stadtwerke Schwetzingen nun ihre lokale Marke nutzen und ihre Vertriebswege weiter stärken.

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