Strom-News
Wärme aus StromWo zu viel Energie ins Stromnetz eingespeist wird, da droht der "Stromsee" überzulaufen. Vor allem in Norddeutschland wird viel Windstrom eingespeist, der nicht immer aufgenommen werden kann. Da der Netzausbau nicht hinterherkommt, haben die Stadtwerke Flensburg einen anderen Weg gefunden, den Strom zu nutzen - und auch noch Geld dafür zu bekommen.
Flensburg (red) - Ab Oktober wollen die Stadtwerke Flensburg als erstes Energieunternehmen in Deutschland den überschüssigen Strom nutzen, um damit Heizwärme zu produzieren. Zunächst muss aber investiert werden: Zwei Millionen Euro hat dem Flensburger Tageblatt zufolge der Boiler gekostet, der innerhalb von 15 Sekunden hochgefahren werden könne und in der Lage sei, 30 Megawatt Wärme zu erzeugen. Das Fundament für das Projekt ist soeben fertiggestellt worden.
Der Elektroden-Heißwasserkessel wird in Spitzenzeiten mit Strom aufgeheizt und die Wärme ins Fernwärmenetz eingespeist. Ein positiver Effekt für die findigen Stadtwerke: Weil die Stabilität der Netze durch den Überschuss gefährdet ist, bekommen sie für die Abnahme sogar noch Geld. Man spricht in dem Fall von einem "negativen Strompreis". Rechnerisch habe es 2010 mehr als eine Woche lang einen solchen negativen Strompreis gegeben, so Stadtwerke-Chef Maik Render zum Flensburger Tageblatt. "Bei Preisen unter zehn Euro macht es Sinn, mit Strom zu heizen."
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Der Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg ist auch 2011 kaum vorangekommen. Im vergangenen Jahr wurden gerade einmal sechs Windkrafträder mit einer Gesamtleistung von 13 Megawatt neu gebaut, wie das Umweltministerium am Freitag mitteilte.
Bei der Erschließung der Windkraft im Offshore-Bereich kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Von den rund 10.000 geplanten Windrädern im offenen Meer stehen erst 27. Verantwortlich für den schleppenden Ausbau sind neben natürlichen Widerständen logistische Probleme und Schwierigkeiten bei der Netzanbindung.
Die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg will die erneuerbaren Energien deutlich ausbauen. Bis zum Jahr 2020 soll ihr Anteil an der Stromerzeugung auf rund 38 Prozent erhöht werden, wie Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Montag in Stuttgart mitteilte. Das sei mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu 2010.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) stellt den Sinn des starken Ausbaus der Offshore-Windenergie im Norden in Frage. Schon jetzt könne man die Strommenge nicht mehr transportieren, so der Energieexperte des Verbandes, Holger Krawinkel, in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe).
Die Kommunen warnen vor einem Scheitern der Energiewende und beklagen einen Rückstand beim Netzausbau, insbesondere bei regionalen Projekten. Wenn die Energiewende scheitere, werde das gravierende Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und auch für den Wohlstand haben, hieß es.Strompreise vergleichen
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