Synergien nutzen

Stadtwerke Neuss und Krefeld fusionieren

Der Weg für den Zusammenschluss von SWK Energie GmbH, SWK Aqua GmbH sowie der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH (swn) ist frei. Beide Aufsichtsräte haben jetzt den Kooperationsbestrebungen zugestimmt. Das neue Unternehmen soll unter dem Namen "Niederrhein power" 2008 an den Markt gehen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Neuss/Krefeld (red) - Noch in diesem Jahr soll nach Mitteilung der swn das Rahmenkonzept ausgearbeitet werden, das dann ab Frühjahr 2007 umgesetzt werden soll. SWK und swn wollen mit dieser Kooperation ihre bisherigen "wettbewerbsfähigen Preise am Markt weiter vorantreiben" und eine "starke, regionale Marke aufbauen". Dabei sehen sie vor allem die Region Niederrhein als potenziellen Wachstumsmarkt.

Beide Unternehmen befinden sich mehrheitlich in kommunaler Hand. Bei der SWK sind es den Angaben zufolge 99,96 Prozent, bei der swn 85 Prozent. Diese "kommunale Verbundenheit" soll auch nach dem Zusammenschluss weiter bestehen bleiben um die Unabhängigkeit von den "Global Playern" der Branche zu gewährleisten, so swn.

SWK-Vorstand Martin Cirener erklärte, dass der wachsende Wettbewerb durch die Öffnung des Strom- und Gasmarktes der Hintergrund für die Fusion sei. Die Regulierung der Bundesnetzagentur und das Unbundling, die Trennung von Vertrieb und Netzen, erhöhten den Druck auf die Stadtwerke. Im Gegensatz zu großen Energiekonzernen könnten die sich abzeichnenden Einbußen und Margenverluste von den kommunalen Unternehmen zumeist nicht in anderen Bereichen aufgefangen werden. Zudem werde die demographische Entwicklung für einen Absatzrückgang sorgen. So rechneten Experten bis zum Jahre 2015 damit, dass die Zahl der Bevölkerung in NRW um rund acht Prozent unter dem derzeitigen Stand liegen werde.

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