Biomasse

Stadtwerke Leipzig investieren in Thüringen 50 Millionen Euro

Im thüringischen Holungen entsteht für 50 Millionen Euro ein Biomassekraftwerk, das mit Waldrestholz betrieben wird. Die Stadtwerke Leipzig wollen dabei die Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nutzen und 160 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom pro Jahr liefern.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig/Bischofferode (ddp-lsc/sm) - Die Stadtwerke Leipzig investieren 50 Millionen Euro in ein Biomassekraftwerk im thüringischen Holungen. Der Aufsichtsratschef der Stadtwerke, Leipzigs Wirtschaftsbeigeordneter Detlef Schubert, und Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) setzten heute im Eichsfeld die ersten Spatenstiche für das Großprojekt.

Nach Angaben der Stadtwerke wird das Kraftwerk eine Leistung von 20 Megawatt haben und etwa 160 Millionen Kilowattstunden pro Jahr Strom liefern. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 60 000 Einfamilienhäusern. Die Anlage soll Anfang 2006 in den Dauerbetrieb gehen.

Den Angaben zufolge werden im Kraftwerk pro Jahr 130 000 Festmeter Holz verbrannt. Bei dem Material handele es sich ausschließlich um Waldrestholz aus der Umgebung der Anlage, das beim Stammeinschlag oder der Durchforstung anfällt.

Die Stadtwerke nutzen bei der Verwirklichung des Projektes die im Juli verabschiedete Novelle des Gesetzes über Erneuerbare Energien. Die neu erlassenen Vorschriften helfen dem Unternehmen nach eigenen Angaben die Stromerzeugung wirtschaftlich zu gestalten. Im Vergleich zu einem konventionellen Kraftwerk werden in Holungen fast 85 000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen jährlich vermieden.