Übernahme der Forderung

Stadtwerke Kiel einigen sich mit ares-Insolvenzverwalter

Die Stadtwerke Kiel haben vom ares-Insolvenzverwalter Ansprüche in Höhe von knapp zwölf Millionen Euro übernommen, die dieser im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens gegen ares erhoben hat. Damit sehen sich die Stadtwerke in einer guten Verhandlungsposition im laufenden Verfahren.

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Kiel/Berlin (red) - Die Stadtwerke Kiel haben sich mit dem Insolvenzverwalter der Berliner ares Energie direkt GmbH geeinigt und dabei die von ares geltend gemachten Forderungen umgedreht. Dazu haben sie vom Insolvenzverwalter Ansprüche in Höhe von knapp zwölf Millionen Euro übernommen, die dieser im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens gegen die damalige Muttergesellschaft ares Energie AG erhoben hat. Die Stadtwerke Kiel können diese Forderung nunmehr ihrerseits gegenüber der ares Energie AG geltend machen, teilte das Unternehmen jetzt mit.

Damit sehen sich die Stadtwerke in einer guten Verhandlungsposition im laufenden Verfahren um die insolvente Stromvertriebsorganisation. "Die jetzt getroffene Einigung mit dem Insolvenzverwalter schafft die Voraussetzung dafür, dass es keine negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf unser Unternehmen geben wird", betonte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Kiel, Stefan Grützmacher.

Die Forderung ist im Rahmen des zurzeit laufenden Insolvenzverfahrens um ihre ehemalige Tochtergesellschaft ares Energie direkt GmbH zunächst an die Muttergesellschaft ares Energie AG gerichtet worden. Diese hatte sie an die Stadtwerke Kiel als vermeintlich haftendes Unternehmen weitergeleitet. "Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass die Forderungen gegen die Stadtwerke Kiel haltlos sind, zumal die Summe, um die es hier geht, aus Verlusten resultieren, die vor der Übernahme der ares GmbH durch die Stadtwerke Kiel entstanden sind", erklärte Grützmacher.